Geld sparen durch Klimaschutz!

Während vor 30 Jahren Umweltschutz gemeinhin als Spinnerei von Alternativen abgetan wurde, ist Nachhaltigkeit heute in aller Munde. Insbesondere die Europäer scheinen die Zeichen der Zeit verstanden zu haben und tun sich beim Umweltschutz besonders positiv hervor, auch wenn es bei der realpolitischen Umsetzung noch gelegentlich hakt.

Andere Länder wie zum Beispiel die Vereinigten Staaten von Amerika verweigern sich nach wie vor der Ratifizierung von Klimaabkommen, oder anderen Umweltschutzmaßnahmen. Im Gegenteil, unter der Regierung Bush wurde unter anderem sogar das Ölbohren in Nationalparks in Alaska gezielt gefördert. Die Argumentation der Amerikaner ist immer die gleiche: Sie können es nicht verantworten ihre Wirtschaft durch Umweltschutz zu gefährden.

Abgesehen davon, dass, wie es die derzeitige Finanzkrise es in den USA zur Zeit offenbart, die Amerikaner noch nicht einmal ihre nationale Wirtschaft im Griff haben, ist ihre Argumentation schlicht falsch. Das behauptet zumindest Robert Repetto, ein Wirtschaftswissenschaftler der Universität Yale. Er kommt zu dem Schluss, dass selbst unter ungünstigsten Annahmen das amerikanische Bruttosozialprodukt bei wirksamen Klimaschutzmaßnahmen um nicht weniger als 2,5 Prozent wachsen würde. Zu diesem Ergebnis kam er nach Berechnung der 25 bekanntesten Wirtschaftssimulationen. Wie sich klimafreundliche Maßnahmen auf das Wirtschaftssystem auswirken, kann man selbst durch ein interaktives Tool auf deren Homepage www.climate.yale.edu/seeforyourself berechnen und dabei unterschiedliche Grundannahmen selbst treffen.

Diese Simulationen zeigen einen Aspekt des Klimaschutzes, der bisher stark vernachlässigt wurde. Jede Tonne CO2, die in die Luft geblasen wird kostet Energie und damit Geld. Durch die effizientere Nutzung von Energiequellen kann folglich nicht nur das Klima geschützt, sondern auch Geld gespart werden. Ein Argument, dass sich jeder, insbesondere die großen Industrienationen, durch den Kopf gehen lassen sollte.

mister wong 26 Kommentare März 25th, 2008 Ulf

Klimaschutz: mal wieder falsch verstanden?

An sich könnte man meinen, hier in Europa sei - wenn schon nicht das Weltklima - so doch wenigsten die (Klima-)Welt endlich in Ordnung: Europas Bürger und Politiker scheinen geeint in dem Wunsch nach mehr aktiver Klimapolitik und sehen in CO2 ihren gemeinsamen Feind. Auf den internationalen Klimakonferenzen fordern die Europäer strenge Ziele, die sie daheim schon per Vertrag fixiert haben: 20% weniger CO2 bis 2020!

Doch wenn man genauer hinsieht fällt auf, dass die meisten Länder noch keine konkreten Maßnahmen beschlossen haben, mit denen sie die Ziele erreichen wollen.

Deutschland tut sich hierbei sehr positiv hervor und hat ein Paket zur Energieeffizienz bei Gebäuden verabschiedet, das seine Wirkung sicher nicht verfehlt – v.a. wenn man bedenkt dass private Haushalte nach der Industrie die größten Energieverbraucher sind. (more…)

mister wong 29 Kommentare Januar 10th, 2008 Matthias

Google macht das Licht aus

Bei einer Klimaschutzaktion, die unter Anderem von BILD, Greenpeace, ProSieben oder auch dem WWF unterstützt wird, sollen alle Deutschen heute, am 08. Dezember, für 5 Minuten (von 20 Uhr bis 20:05 Uhr) das Licht auslassen, um ein Zeichen an den zeitgleich stattfindenden Weltklimagipfel auf Bali zu senden, sich konsequent für bessere Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen. Hier die Website zur Aktion.

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Auch Google macht das Licht aus zur bundesweiten Klimaaktion am heutigen 8. Dezember !

mister wong 25 Kommentare Dezember 8th, 2007 Sascha

Biosprit - Eine umwelt- und sozialverträgliche Alternative?

Wer Öl besitzt hat Macht! Öl ist mittlerweile zum wichtigsten Rohstoff geworden und die natürlichen Reserven sind begrenzt. Öl wird daher immer teurer und wenn in den Entwicklungsstaaten wie China oder Indien ein Teil des Wohlstands für die Bevölkerung abfallen wird, ist das Chaos vorprogrammiert. Kriege, die heute im Irak und in Afrika um Öl geführt werden, sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in der Zukunft noch in Sachen Ressourcenkriege bevorsteht, wenn wir es nicht schaffen uns vom Öl unabhängig zu machen.

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Was tun? Hybridautos brauchen auch Benzin und sind momentan noch zu teuer. Alternative Antriebssysteme wie die Brennstoffzelle sind noch 15 bis 20 Jahre von der Marktreife entfernt. Eine Alternative, die insbesondere der brasilianische Staatschef Luiz Lula da Silva und auch der amerikanische Präsident Bush auf dem G-8 Gipfel propagierten ist, auf Ethanol umzusteigen.

Die Vorteile von Ethanol liegen auf der Hand. (more…)

mister wong 20 Kommentare August 12th, 2007 Ulf

Stoppt den Umwelschutz! Das Erdklima ist doch gerettet, oder?

Bis vor kurzem wusste keiner so genau, warum all die Klimadebatten so nach und nach aus den Medien verschwunden sind. Es schien so, als hätten wir überhaupt kein Problem mehr und als wäre der dritte UN-Klimabericht, der erst vor ca. 2 Monaten erschien und in dem sogar ein möglicher durchschnittlicher Temperaturanstieg von 6 Grad bis zum Jahre 2100 prognostiziert wurde, nie existent gewesen.
Das stellt sich die Frage, warum ist das so? Und ein Grund der unserer Redaktion von einer zuverlässigen Quelle mitgeteilt wurde ist der, dass man nun hat endlich die Lösung schlechthin glaubte gefunden zu haben.
Und zwar eine solche, bei der man den Temperaturanstieg verhindern kann, ohne die wirtschaftswachstumsfördernden Co2 Emissionen einzusparen zu müssen. (more…)

mister wong 5 Kommentare August 7th, 2007 Christian

Blog zum Thema Nachhaltigkeit, Jugend und Politik wieder aktiv

Connecting Youth hat sich in den letzten Monaten eine kleine Blog Pause gegönnt, die auf Grund aktueller Begebenheiten wie z.B. dem Abitur vieler Mitglieder in diesem Jahr unvermeidlich war. Aber ab sofort sind wir wieder mit schönen Artikeln und Beiträgen im WWW dabei! :)

mister wong Kommentieren August 2nd, 2007 Sascha

Go Home, G8-Gipfel - 3 Gründe für eine Abschaffung

Drei Gründe, weshalb das Gipfeltreffen in seiner aktuellen Form abgeschafft werden muss.
Der erste Grund heißt „Rostock“. G8 und ähnliche Mega-Events üben eine magische Anziehungskraft auf Polit-Kriminelle wie den „Schwarzen Block“ aus – genauso wie für die geladenen Teilnehmer, die friedlichen Demonstranten und die Medien. Nicht die Agenda ist der Aufmarschgrund, sondern die Aufmerksamkeit, das knappste politische Gut überhaupt. Wo sonst kann man sich besser in Szene setzen, weltweit und in Echtzeit? Doch geht das Problem noch tiefer als gebrochene Knochen und Sachbeschädigung en masse. Denn produziert wird die falsche Aufmerksamkeit.

Wieso das? Wenn ein zwölf Kilometer langer Zaun, der hier als pars pro toto für den gewaltigen Sicherheitsaufwand steht, wochenlang die Medien mehr fasziniert als die eigentliche Arbeit des Konklaves – Steuerung der Globalisierung, Klima, Umverteilung zwischen Erster und Dritter Welt – dann verlieren Veranstaltungen wie G8 Sinn und Funktion. Die Vorstellung, das schiere Polit-Theater, drängt in den Vordergrund und verstellt den Blick auf die zentrale Aufgabe eines solchen Gipfeltreffens. Der Lärm diesseits der Bühne erstickt, was die Akteure – die Staats- und Regierungschefs – zu sagen haben oder sagen sollten. (more…)

mister wong Kommentieren Juni 5th, 2007 Sascha

Der G8-Gipfel in Heiligendamm - Ergebnisse vertagt!

G8 Gipfel Heiligendamm LogoVom 6. - 8. Juni steigt er der Gipfel der mächtigsten und einflussreichsten acht Staaten der Welt.
Die sich treffen um zu beraten wer vom Rest der Welt an ihrem Glück teilhaben darf bzw. Ihre Unterstützung verdient und was dann doch eher auf später verschoben werden kann.

Und daher gehts heiß her im norddeutschen Heiligendamm in der Nähe von Rostock. Es wird hier und da friedlich protestiert und es werden “kleine Straßenschlachten” mit der Polizei ausgefochten, wie die letzten Tage live mitzuerleben war! Und was bringts? (more…)

mister wong Kommentieren Juni 4th, 2007 Sascha

Nein, nein, und nochmals nein!!!

Passend zum Fazit des letzten umstrittenen Artikel…

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mister wong Kommentieren Mai 26th, 2007 Christian

Die ldc’s und die Abkoppelungstheorie

Es ist leider nichts neues, dass die ldc’s (least developed countries) von uns ausgebeutet werden. Richtige Entwicklungshilfe ist kaum zu finden. Die schon erwähnten korrupten Strukturen der Entwicklungsländer, bei denen sich jeder Beamte seinen Teil abzwackt, sind bei der Weltbank durchaus bekannt. Doch darum geht es in der Entwicklungshilfe nicht. Entwicklungshilfe ist längst nur noch ein Instrument um das Allerschlimmste zu verhindern.

ldc's

Bei der Weltbank wird es beispielsweise (more…)

mister wong 1 Kommentar Mai 17th, 2007 Scottie

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  • Michael: Die CO2-Sequestrierung ist keineswegs eine sinnlose Utopie, wie es hier hier dargestellt wird, sondern wird...
  • Piloh: Im Beitrag oben werden besonders die Amerikaner als die Umweltsünder Nr. 1 dargestellt, aber die USA dürften...
  • Tony M.: bin da immer sehr kritisch gegenüber, kann mir aber vorstellen, dass daraus was wird!
  • Michael N.: Der Grundgedanke der Aktion war ja nicht schlecht, aber es wäre sinnvoller gewesen, die Leute zu...
  • Nulzig: Sehr netter Beitrag zum Thema Klimaschutz… Gefällt mir sehr! Find das ein aktuelles Thema, dem man...

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