Archive for Februar, 2007

Al Gore & The Green Oscar Night

Al Gore’s eine unbequeme Wahrheit wurde in Hollywood mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Und somit hat die Academy und ganz LA ein eindeutiges Bekenntnis für den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten gegeben. Echt toll inziniert…!!! Auch wenn Al Gore beteuerte es geht hier nicht um Politik, es geht um uns, um unseren Planeten, muss man ein wenig am ergrünten Kodak Theatre und seinen Gästen zweifeln.
Steckt dahinter mehr und vielleicht doch ein nachhaltiges Zeichen?

Add comment Februar 26th, 2007

Die Welt ist noch zu retten!

Schlagzeile des Tages: “Die Welt ist noch zu retten!”, so hieß es heute explizit in den Medien (SZ & Tagesthemen etc.) auf Grund der Berichterstattung zum Entwurf des dritten Teils des UN-Weltklimaberichtes der Vereinten Nationen. Die richtigen politischen Maßnahmen sollen / könn(t)en es (noch) richten. Ein großer wirtschaftlicher Aufwand sei dafür auch nicht nötig, so heißt es weiter.

Aber es muss sofort geschehen und es sind nur noch weniger als 15 Jahre Zeit dafür! Schwierig wenn man bedenkt, dass Wirtschaftswachstum weiterhin mit dem Zuwachs des CO2 Ausstoßes gekoppelt ist.
Achim Steiner, Direktor des UN-Umweltprogramms, gab heute in eine Interview zum Klima-Bericht seine Klimaschutzstrategie vor:

  • Energieeffizienz erhöhen
  • Erneuerbare Energieträger
  • Kohlenstoff im Untergrund lagern.

Des Weiteren ließ er verlauten, dass Innovationen (effizienter Technologien) zum Umweltschutz gefragt sind und die Potentiale seien vorhanden, sie müssten nur realisiert werden und somit wird eine industrielle Revolution vollzogen werden.

Jaja, über die Zukunft kann man (anscheinend) nur im Konjunktiv sprechen.

Was ist eure Meinung, habt ihr Vorschläge zur CO2 Reduzierung, im Kleinen und Großen… bzw. eine Klimaschutzstrategie? Oder anders gesagt was tut ihr aktuell dafür, damit wir in 15 Jahren dem Klimawandel erfolgreich entgegengewirkt haben.

2 comments Februar 22nd, 2007

Wie die Welt sein sollte

earth.jpg

Die Notwendigkeit, dass sich etwas in unserer Welt verändert, wird an folgenden Grafiken besonders deutlich. Die erste Grafik zeigt, wie die Welt sein sollte, die anderen beiden zeigen wie sie (leider) noch ist. Die zweite Grafik veranschaulicht, wie extrem das Gefälle zwischen Arm und Reich bzw. Nord und Süd ist. Bei ihr sind Regionen hervorgehoben, in denen Menschen von weniger als 1 US $ am Tag, also in extremer Armut, leben müssen. Die zweite Karte zeigt die Verteilung von PKWs auf unserem Planeten.

pkw.jpg

armut.jpg

Add comment Februar 22nd, 2007

“Live Earth”- SOS Rettungsaktion für den Planeten

Al Gore stellte gestern seine Pläne für das größte Benefizkonzert der Welt vor. Bei den LIVE 8 Konzerten letztes Jahr stand noch der Schuldenerlass für Afrika und somit die sozialen Ungerechtigkeiten weltweit im Mittelpunkt, “Live Earth” hingegnen wird auf die Problematik der globalen Erderwärmung aufmerksam machen. Dazu werden am 7. Juli ca. 100 Bands bei 7 Konzerten auf 7 Kontinenten innerhalb von24 Stunden live performen.

Seitdem Al Gore 2001 die Präsidentschaftswahlen gewann, trotzdem aber nicht Präsident wurde, widmet er sich vollkommen seiner Tätigkeit als Umweltaktivist. Durch seinen Dokumentarfilm, “Eine unbequeme Wahrheit”, konnte er an Bekanntheit und Popularität gewinnen und ist somit die wohl einflussreichste und bekannteste Persönlichkeit der Umweltszene. Schon seit längerem reist Al Gore durch die ganze Welt und hält Vorträge, in denen er eindringlich vor den Gefahren des Global Warmings warnt. So konnte er bereits eine Vielzahl von Menschen mit seinem Anliegen erreichen, jedoch eher gebildetes und wohlhabendes Publikum. Mit Hilfe des Mediums Film schaffte er es nun, eine weitaus breitere Masse zu erreichen, hauptsächlich allerdings wiederum nur wohlhabendes und vor allem am Thema interessiertes Publikum. Dies wird sich mit den “Live Earth” Konzerten schlagartig ändern. Gore’s Ziel ist es mehr als 2 Milliarden Menschen anzusprechen, sei es bei den Konzerten oder bei den Live Übertragungen im Fernsehen. Da sich bereits Showgrößen wie die Red Hot Chili Peppers und Bon Jovi angekündigt haben, wird ihm dies wohl auch gelingen.
Doch welche Auswirkungen wird dies haben? Werden 2 Milliarden Menschen ihre Lebensgewohnheiten umstellen, nur weil ihre Idole dazu aufrufen? Oder kommen 50% nur wegen der riesen Party, also aus reinem Eigennutzen?
Genau an den Teil der Bevölkerung richtet sich dann wohl der Slogan der Veranstaltung SOS (Save our selves). Solange die Notwendigkeit des Handelns klar wird und die Menschen umdenken, um sich selbst zu retten, wird das auch der Allgemeinheit zugute kommen. Der Idealfall wäre ein neues Umweltbewusstsein auf globaler Ebene und ein deutliches Signal an die Wirtschaft und Politik der Industrieländer.

Damit diese ein nachhaltiges Konzept für die Reduktion des CO2 Ausstoßes erarbeiten und sich diesem unterwerfen, bedarf es vor allem einem kooperativen US- Präsidenten. Mit Bush wird ein solches Abkommen kaum möglich sein. Wer aber von den Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 2008 wäre nun am besten für die Nachfolge geeignet?
Wäre es nicht mehr als einen Versuch wert, nochmals für die Präsidentschaft zu kandidieren, wo man doch so weitaus mehr verändern kann als mit Filmen und Konzerten, Mr. Gore?

1 comment Februar 16th, 2007

Stellungnahme zu den Vorwürfen eines anonymen Bloggers

Zu den Vorwürfen eines anonymen Bloggers, die sich gegen unsere Organisation richten, stellen wir folgendes fest:

  1. Wir sind eine unabhängige, politisch und religiös neutrale Jugendorganisation:
    • Wir sind weder eine Organisation einer Kirche, noch eine Organisation der evangelischen Akademie Tutzing. Unser Schülernetzwerk wurde und wird lediglich von dem Leiter des Jungen Forums der evang. Akademie unterstützt, ist aber zu keinerlei Gegenleistung verpflichtet.
    • Weder unser Konzept, noch unsere Vorträge haben religiöse Inhalte. Deswegen verwehren wir uns dem Vorwurf ideologisch verblendet zu sein und Lobbyarbeit für die Kirchen zu verrichten
    • Wir halten den DEKT in Köln für eine gute Plattform, unsere Organisation zu präsentieren und in Kontakt mit jungen, fähigen und engagierten Menschen zu kommen.
  1. Wir wollen Veränderungen im Rahmen Demokratie erreichen. Global Governance widerspricht in keiner Weise dem gültigen Rechts- und Staatssystem eines demokratischen Landes.
  1. Wir haben keine gewerblichen Interessen.
  1. Die Agentur Weblike gestaltete und betreut unsere Homepage unentgeltlich.
  1. Wir protestieren gegen die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten von Sascha und Ulrich Dettweiler.

3 comments Februar 15th, 2007

Zur Situation der Kinder in Deutschland

Heute ist eine neue Studie der Unicef (Kurzfassung als PDF-Datei) bekannt geworden, die uns in Deutschland mal wieder zeigt in welche Richtung wir uns bewegen. Die Studie behandelt die Situation der Kinder in Deutschland und was es dort zu lesen gibt ist nicht gerade ruhmvoll.

Platz 11. im Vergleich mit den übrigen Industrieländern. Die Niederlande und Schweden führen die Liste an. Dort haben Kinder die besten Voraussetzungen!

In Deutschland finden junge Menschen nur durchschnittliche Bildungs- und Gesundheitsbedingungen vor. Es liegt auf der Hand, dass diese Entwicklung uns vor große Probleme stellen wird. Die Gesundheit und die Bildung unserer Kinder sind immer noch die Zukunftsgaranten unseres Landes. Wenn wir Deutschen nicht dafür Sorgen, dass Kinder ohne Sorgen und mit ausreichenden Bildungsmöglichkeiten ausgestattet werden, dann werden wir uns bald umsehen. Unsere „perverse Sparmentalität“ darf sich auf keinen Fall auf die Zukunft unserer Kinder auswirken. Unsere Bildungsausgaben sind so niedrig wie in keinem der führenden Industriestaaten. Die Ausfallstunden an unseren Schulen sind ähnlich enorm. All diese Anzeichen nehmen wir seid längerem hin ohne etwas zu unternehmen. Nun diese Unicef-Studie, in der selbst der materielle Standart der Kinder im Vergleich zu anderen Ländern –wie Tschechien oder Belgien – vor dem Deutschlands steht. In Deutschland raucht jeder 6. Jugendliche unter 15 Jahren. Sind das nicht alarmierende Daten und Fakten? Die Politik muss hier ganz schnell angreifen und die Bildungssituation in Deutschland schnell reformieren. Denn selbst in Bayern herrscht Lehrerknappheit und die Ausfallraten sind überdurchschnittlich hoch. Wir müssen aufhören an unserer Zukunft zu sparen, und anfangen dort Gelder zu investieren, um uns langfristig auf einem hohen Bildungsniveau halten zu können. Der Appell an die Politik muss sich nun endlich einmal durchsetzen.

Hier die Liste der Unicef-Studie:

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Doch nicht nur die Politiker müssen ihr Engagement im Bildungssektor erhöhen, auch Eltern müssen sich mehr um ihre Kinder kümmern. In der Studie gaben nur 40% der Kinder an, dass sie regelmäßig mit ihren Eltern reden würden. Hier müssen sich auch die Eltern verändern. Auch sie müssen ihre Kinder beraten und ihnen zur Seite stehen. Durch die berufstätigen Mütter haben Kinder oft keine Ansprechpartner und der Beruf der Hausfrau ist in der Gesellschaft immer noch nicht hoch angesehen. Hier müssen sich die Einstellungen ändern. Dazu kann jeder von uns beitragen.

Kontakt zu den Jüngeren pflegen ,ihnen Chancen verschaffen, Dinge erklären und zeigen. Das ist und bleibt wichtig. Kinder sind auf dem Weg ins Leben und wollen viele Dinge wissen, man muss ihnen das nahe bringen. Und wenn sie Probleme haben müssen wir offene Augen und Ohren haben, damit wir ihnen helfen können. Kinder sind einfach unsere Zukunft

3 comments Februar 14th, 2007

“Oh du starke Globalisierung, ach du schwache soziale Marktwirtschaft”

Neoliberalismus

Viel Spaß bei nachfolgender Geschichte!
(Fett = Herr Neo libertus; Normal = Fräulein Soliza; Kursiv = Erzähler)

Man müsse global denken meinte Herr Libertus Neo und fuhr in seinem beinahe schon ekstatischem Gedankengang fort: Wir dürfen uns nicht länger hinter einem, ein halbes Jahrhundert altem Gerüst verstecken. Und das nennt man dann noch ganz kess „soziale Marktwirtschaft“. Genau wegen der sind wir Deutsche doch hintendran. Aber das is ja noch nicht genug! Nein! Da ist ja auch noch dieser Name des Gründers…wenn ich da nur dran denke…vor allem diese Widersprüchlichkeit…er und hart? Ja ausgerechnet er, dieser soziale Softie…
Er meinte sich auszukennen. Und eine Frage lies ihn ganz besonders nicht los:
Wieso wollen es manche nicht verstehen?
Für ihn war es sonnenklar, dass die soziale Marktwirtschaft in den Zeiten der Globalisierung nur Schwächen aufwies. War sie doch auch während des Industriezeitalters entstanden, und für jenes konzipiert. Wie sollte so ein altes, verstaubtes Ordnungsmodell noch im digitalen Zeitalter funktionieren? Gerade jetzt, wo es keine festgefahrenen Strukturen mehr gäbe, wo man Miteinander mit Hilfe von Prozessoren Netze spinnt, der eine hier, der andere dort, der eine hier, der andere dort einen Strang beiträgt; was für Möglichkeiten sich dem blauwässrig schimmernden Planeten dadurch nur böten. Ja! Nun sind die Zeiten des lohnabhängigen, jahrzehntelang im Inland, unter denselben monotonen Bedingungen, in demselben tristen Unternehmen schuftenden Arbeiters, vorbei. Endlich vorbei. Zeit um unser Sozialsystem dieser neuen Ära anzupassen. Er war froh die Welt zu verstehen und konnte sich den freudigen Ausruf: Es lebe die Effizienz, die ungezügelte Effizienz bei aller Liebe nicht verkneifen.
Wenn die Deutschen sich diesem Rad der Zeit nur nicht widersetzten. Es ist doch Unsinn ein Vermögen in die Aufrechterhaltung irgendwelcher sozialen Standards zu investieren, wenn manch eine Konkurrenz das auch nicht tue. Ganz zu schweigen von der offensichtlichen Sinnlosigkeit zu geben, ohne eine direkte Gegenleistung zu bekommen.
Also weg damit, anstatt dessen sollten wir lieber mal einen Zahn zulegen, die Produktivität steigern, die Zähne dann noch zusammenbeißen und uns dem harten Gang der Konkurrenz anpassen. Nur so können wir Schritt halten.
Und ja, die langsamen und die, die ihre Chance nicht wahrnehmen sind halt nun mal die Verlierer. So ist es beim Spielen. Es gibt Gewinner und Verlierer. Langlebende und Kurzlebende.

Herr Libertus Neo wäre wohl ein Leben lang bei seiner Meinung geblieben, wäre ihm nicht irgendwann die heranreifende, aber bereits ihn irgendwie instinktiv anziehende, Fräulein Soliza begegnet. Zum ersten Mal in seinem Leben horchte er auf:
Ach du lieber Herr Neo! Wo soll ich nur anfangen? fragte sie ein wenig verzweifelt, aber dennoch recht forsch. Wissen Sie denn nicht was Deutschland an autoritären Herrschafts- und Wirtschaftsformen hinter sich hat? Allein im Vergleich dazu kann unser jetziges Ordnungsmodell doch nicht schlecht so sein, oder?
Na ja gut, das mag ja stimmen, aber trotz alle dem brauchen wir einen sich selbst regulierenden, frei… weiter kam er nicht, denn Fräulein Soliza hatte nur kurz abgesetzt um tief Luft zu holen:
Nein, nein, nein, einen freien Markt brauchen wir nicht. Ich erkläre ihnen lieber noch einmal, wie das mit der sozialen Marktwirtschaft ist. Im Grunde werden die marktwirtschaftlichen Prozesse lediglich durch einen gewissen Ordnungsrahmen ergänzt. Im Falle Deutschland bedeutet dies eine vom Staat festgelegte und kontrollierte Wettbewerbs- und Sozialordnung. Ziel dabei ist, dass eben nicht erwünschte Ergebnisse, eines rein marktwirtschaftlichen Systems, ausgeglichen, bzw. korrigiert werden. Warum Sie ein Fehlen von Sozialstandards für gut heißen, als dafür plädieren dass es manchen Menschen schlecht gehen soll, versteh ich sowieso nicht.
Also wenn ich von der Wirtschaft rede, dann meine ich zumindest alle Menschen, und meiner Ansicht nach sollten Alle ein Recht auf ein gleich langes Leben haben und man sollte nicht erdulden, dass welche verlieren, bzw. gar nicht die Chance haben zu gewinnen. Apropos, ich finde ich es wirklich pervers wie gleichgültig Sie darüber nachdachten.
Was ich meine ist, dass unter den falschen wirtschaftlichen und strukturellen Bedingungen einige doch gar keine Möglichkeit haben, sich persönlich zu entfalten und zu entwickeln. Es muss doch jeder das Recht haben dürfen Mensch zu sein, oder?
Allein schon deswegen, ist es ja wohl das Mindeste gewisse Leitlinien und Standards zu schaffen, unter denen sich es sich dann auch für Menschen wie Sie lohnen würde, sozial zu sein. Von denen gibt es eh noch viel zu wenig, wie ich finde. Und bevor wir die Effizienz und die Produktivität blindlings erhöhen, wäre es vielleicht angebrachter zuvor mal auf globaler Ebene ein vernünftiges Regelwerk durchzusetzen. Außerdem, was mir dabei grad einfällt, zu Ihrem Argument, dass wir, noch mehr noch schneller schaffen müssten:
In den Usa ist die Arbeitsproduktivität in den letzten 20 Jahren nur um 25% gestiegen, in Deutschland jedoch um 100% . So unproduktiv sind wir also gar nicht. Aber überhaupt, sollte das nicht unser Hauptproblem sein. Unsere Hauptprobleme sind z.B. dass 20% der Bevölkerung auf der Erde 80% von ihr besitzen, dass 25000 Menschen am Tag an Hungernot und dessen Folgen sterben und um noch ein Beispiel zu nennen, dass wenige sehr produktiv sind, auch im Umwelt verschmutzen, aber der ganze blaue Planet mit verseuchtem Wasser umgehen muss…
Und es gäbe noch zig Beispiele. Wenn wir also was brauchen, dann eine weltinnenpolitische Sichtweise, ja das stimmt, von daher gebe ich Ihnen Recht. Wir müssen global denken. Wobei die Betonung auf dem letzten Wort liegt. Das können wir schaffen durch supranationale Strukturen, wie etwa der Eu, aber nicht durch supranationales Chaos, wie es jetzt als Ordnungsrahmen auf globaler Ebene herrscht.
Es wäre viel besser, wenn alle Menschen zumindest den Grundgedanken unserer Form der Marktwirtschaft übernähmen, der nämlich lautet: „Wohlstand für Alle“. Allein schon der Liebe zum Nächsten wegen. Und warum sollte man nicht auch geben, auch wenn man, wie Sie, denkt man bekäme dafür nichts zurück? Wobei das ja auch nicht stimmt, denn hallt es doch wenn nicht nach außen doch in dem Inneren des Beschenkten wieder und äußert sich über lang oder kurz…
Ach ich bitte sie Frau Soliza, dass ist mal wieder typisch Fra… wollte er kontern, aber er war wieder ein mal der weiblichen Empathie nicht gewachsen
Ich wusste, dass sie das als weibliche Gefühlsduselei abtun. Nun gut. Nichtsdestotrotz sollte doch auch Ihnen einleuchten, dass es nicht sein kann und darf, dass Demokratie unter den Fesseln der heutigen Globalisierung bedeutet, dass nur Menschen mit materiellem Besitz eine politische Stimme, also eine Zukunft und ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben?

Ha ha ha, ich kann nur lachen über ihre banale und überzogene Darstellung!

Wissen Sie, wahrscheinlich denken viele wie Sie, und viele lachen über Frauen wie mich. Aber was mich in so einer Situation immer tröstet, ist ein Spruch von Albert Einstein, den ich über meinem Bett aufgehängt habe und der lautet: Um ein tadelloses Mitglied einer Schafsherde zu sein, muss man vor allem eins sein: Ein Schaf.

Es ist mir leider nicht bekannt, ob Neo libertus bis heute zur Vernunft gekommen ist, und verstanden hat, dass Globalisierung uns allen nur viele Vorteile bringt, wenn wir anfangen sie richtig zu gestalten. Unsere jetzige Wirtschaftsform die soziale Marktwirtschaft weiter zu verbessern, ist vom Prinzip her nötig und gut, jedoch vergleichbar mit dem Bemalen eines Hüpfballes, der keine Luft hat.
Als letzte Anmerkung des Autors sei mir bitte noch erlaubt hinzuzufügen, dass auch die soziale Marktwirtschaft, bzw. die Struktur Europas bei weitem nicht optimal ist. Wahrscheinlich gibt es viele noch nicht gedachte bessere Formen. Aber, wer reißt schon eine noch nicht reife Frucht vom Baum und zertrampelt sie?

Kris

6 comments Februar 12th, 2007

Was bringt der neue IPCC Klimareport?

Der 4. UNO Klimabericht ist einer von vielen, der die Annahme bestätigt, dass der Mensch am Klimawandel schuld ist. Nur diesmal traute sich der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) dies noch deutlicher als jede eine Studie zuvor auszudrücken. Und schon wird wieder viel diskutiert und große Taten werden gefordert. Wie gehen wir nun mit der Schuld, die wir und unserer Vorfahren sich aufgeladen haben, um?

Das übliche Szenario folgt meist einem inoffiziellen Fahrplan. Nachdem die Presse die neuen Studien herausgegeben hat, folgt prompt die Reaktion von Politikern und Umweltschützern. Letztere fordern Taten, Politiker versprechen diese. Allerdings stürzen sich die Medien schon nach kurzer Zeit auf andere Thematiken, Versprechungen verwehen im Winde und die Empörung wegen der nicht eingehaltenen Versprechen bleibt aus.

Die Forderung der EU nach einer Abgasobergrenze für Pkws von letzter Woche war ein sehr vernünftiger und dringend notwendiger Schritt, da ca. 32% aller CO“ Emissionen durch den Verkehr verursacht werden. Dies löste einen Protest der großen deutschen Automobilhersteller aus, dem schon wenige Tage später klein bei gegeben wurde. Wenn sich solche Mechanismen weiter etablieren, wird es zu keiner Reduzierung der Treibhausgase kommen. Die Folgen dieses Verhalten werden sich dramatisch auf das Leben der Menschen des 21. Jahrhunderts auswirken. Für den Leiter des Uno-Umweltprogramms, Achim Steiner ist der Klimawandel die Herausforderung des Jahrhunderts.

Wenn wir uns nicht gegenüber uns selbst und unseren Kindern verantwortungslos zeigen wollen, müssen wir handeln und drastische Maßnahmen ergreifen. Der Stern Report schlägt vor, jetzt zu handeln und rund 1% des Welt-Brutto-Produktes in den Klimaschutz zu investieren, denn spätere Folgen von Tatenlosigkeit würden mit einem Vielfachen dessen bestraft werden. Einen ersten Schritt machte die Bundesregierung und kündigte ein Aktionsprogramm zur Förderung von Lösungen für einen “intelligenten Technologiewandel” über 255 Millionen Euro an. Dies ist als positive, aber leider nicht ausreichende Antwort zu sehen.

Das G8 Gipfeltreffen im Juni wäre die ideale Gelegenheit, sich Gedanken über eine globale Lösung des Problems zu machen.

Nachtrag: Wer möchte kann sich hier den IPCC Bericht zusammengefasst anschauen.

7 comments Februar 2nd, 2007


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