Archive for März, 2007

Mitreden und mitmischen -
Interessante Kongresse 2007

2007 schaut die Welt nach Deutschland. Hier werden in der nächsten Zeit sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden, die die ganze Welt betreffen. Dies ist durch den Eu Ratsvorsitz Deutschlands und den G8 Gipfel in Heiligendamm bedingt. Im Vorfeld dazu finden einige Kongresse verschiedener NGO´s statt, die sich mit relevanten weltpolitischen Themen auseinandersetzen. Zwei werden hier kurz vorgestellt werden:

projekt.tagung
Auf dieser Tagung geht es um Deine Ideen und Deine Initiative. Und um die von 249 anderen jungen Menschen. Vom 16. – 20. Mai sind alle jungen Menschen eingeladen, in Mülheim an der Ruhr dabei zu sein und gemeinsam über die Ideen die schon da sind zu diskutieren und den Raum für neue zu öffnen.
projekt.tagung geht davon aus, dass junge Menschen für die zukünftige Gesellschaft einen enormen Beitrag zu geben haben. Ein Grundgedanke ist, dass überall auf der Welt junge Menschen in gleicher Weise Fragen bewegen. Mehr www.idem-network.org

MC Planet (Klima der Gerechtigkeit 4.-6. Mai 2007 in Berlin)
Auf diesem Kongress vor allem der Frage nach Gewinnern und Verlierern des Klimawandels nachgegangen. Dazu diskutieren hochkarätige Gäste aus der ganzen Welt, wie z.B. Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, Meena Raman, Klaus Töpfer, Jürgen Trittin, Kate Hampton, Marcelo Furtado, der Bestseller Autor Frank Schätzing. Wer bis zum 09.04 bucht, bekommt einen Rabatt. Mehr unter www.mcplanet.com

Add comment März 7th, 2007

Die Menschen haben Angst
und die Politik reagiert - endlich

Eine neue Umfrage zeigt, dass 50% aller EU Bürger Angst um das globale Klima haben. Nun haben Politiker reagiert und setzen sich für eine drastische Reduzierung des CO2 Ausstoßes ein, um den Globus vor einer Katastrophe zu bewahren.

Um auch die weltweit größten Luftverschmutzer mit ins Boot zu bekommen, haben die Europäer nun einen intelligenten Schachzug gemacht. Sollten sich die USA, China und Indien einer solchen Selbstverpflichtung anschließen, würde man die angestrebte Reduzierung von 20% bis zum Jahr 2020 auf satte 30% erhöhen. Nun liegt es an unserer Bundeskanzlerin auf dem EU- Gipfeltreffen am 8./9. März alle EU Staaten für dieses Vorgehen zu gewinnen. Durch einen gemeinsamen Beschluss kämen die anderen G8 Staaten in Heiligendamm in Zugzwang. Das Rad bewegt sich- jetzt muss es nur noch ins Rollen kommen.

2 comments März 5th, 2007

Die Airbus - „Sanierung“ –
ein Beispiel für Globalisierung ohne Spielregeln

Wer hat sie nicht gesehen, die Nachrichten von wütenden und protestierenden Airbus-Mitarbeitern in Varel, Nordenham und Laupheim, die um ihre Arbeitsplätze fürchten und - verständlicherweise - enttäuscht sind – schließlich leisteten und leisten sie Präzisionsarbeit und tragen dazu bei technisch hoch komplexe Flugzeuge mit höchsten Qualitäts- und Sicherheitstandards zu entwickeln und zu produzieren.

Die in diesem Zusammenhang häufig dramatisierten Probleme beim neuem A380, dem größeten Verkehrsflugzeug der Welt, sind schließlich nicht aufgrund schlechter Arbeit von tausenden Mitarbeitern entstanden, sondern sind das Produkt von – wie so oft - Managementfehlern. Es wurde dort nämlich beschlossen die Entwicklung mithilfe zweier unterschliedlicher Konstruktionsprogrammen durchzuführen, die jedoch nicht kompatibel zueinander sind und nun die bekannten Probleme bei der Verkabelung (u.a. des Bordentertainmentsystems) verursacht haben.

Jetzt wird seitens der Politik und Airbus selbst dieses Problem, das im Grunde nur eine sicher mit Kosten verbundene, aber doch zu verkraftende Verschiebung der Auslieferungen der Flugzeuge auf einen späteren Zeitpunkt bedeutet, als Vorwand benutzt Werke zu verkaufen oder (im Fall von Nordenham) einen „Risikopartner“ (Teilverkauf) zu suchen. Doch was bedeuten die oft in diesem Zusammenhang genutzten Bezeichnungen wie „Umstrukturierung“ und „Outsourcing“?

Es geht sicher nicht darum ein marodes, vom Konkurs bedrohtes Unternehmen durch letzte Notoperationen zu retten – obwohl dies der Öffentlichkeit vermittelt werden soll – sondern schlicht und einfach darum, die Arbeiten, die ja auch weiter anfallen, günstiger zu machen, indem die Mitarbeiter in den verkauften Werken zu geringerem Lohn und mit geringern sozialen Standards arbeiten sollen. Teilweise können auch hier geltende Umweltstandards mit der Verlagerung von „dreckigen“ Arbeiten in andere Länder umgangen werden. Auch wenn die Bilanz von EADS, der Mutter von Airbus, 2006 wohl mit Verlusten endet, sollte man sich von diesem Buchhaltertrick nicht täschen lassen – hier werden nämlich viele erst in den nächsten Jahren zu tätigenden Investitionen verbucht, was die Bilanz natürlich nach untern zieht. Das Ergebnis der Umstrukturierungen wird also bereits in der Bilanz 2007 mit enormen Gewinnen zu sehen sein, die die im Lohn gedumpten Mitarbeiter zugunsten des Sharholdervalues zu leiste hatten.

Um nicht falsch verstanden zu werden: ich bin ein absoluter Unterstützer der marktwirtschaftlichen Ordnung, aber hoch profitable Unternehmen auf Kosten der „normalen Bürger“ (schließlich sind dies die meisten Airbusmitarbeiter und der Steuerzahler, der Airbus über Jahrzehnte subventioniert hat) und der Umwelt zu noch profitableren (für einen kleinen Kreis der Großaktionäre) zu machen, halte ich schlicht für Auswüchse eines ungebändigten Kapitalismus, gegen den man sich sträuben sollte.

Dass sich dieser von den USA aus entwickelt, deren führender Flugzeughersteller Boeing im übrigen große Teile seiner Produktion ins günstige Asien verlegt, ist unbestreitbar und zeigt, dass ein von Connecting Youth und dem Global Marshall Plan geforderter ökosozialer Rahmen für die Globalisierung (weltweite Rechtstandards – u.a. Arbeitsrecht - , soziale Netze und Umweltauflagen) auch in den USA bekannt werden muss und dort Unterstützer finden muss – auch wenn dies teilweise als Herkulesaufgabe erscheint.

Allerdings sollten wir hier in Europa deutlicher zeigen, dass wir die verhüllten Strategien mancher Konzerne zum Sozial- und Ökodumping durchschauen, dagegen protestieren und durch sowohl private als auch staatliche Bevorzugung von Konzernen, die sich korrekt verhalten, mit gutem Beispiel vorangehen, damit am Ende nicht die frechen Konzerne, die alle Vorteile vom Staat mitnehmen (Subventionen) und möglichst viele Lasten auf ihn abwälzen (Sozial- und Umweltleistungen) die Gewinner sind und die Welt - auch bezüglich der Einkommensverteilung – zum schlechteren verändern….

2 comments März 2nd, 2007

Atomkraft - Pro und Contra

Polylog Polylux Fightclub Pro Atom Energie Strom diskussion debatte

Einfach mal reinschauen, wer es lieber satirisch aufbereitet haben möchte. ;)

Add comment März 2nd, 2007

Es geht bergauf und bergab!

Wo geht die Reise hin angesichts der derzeitigen “Klimaschocks”?

Es wird viel spekuliert. Aber letztlich ist es doch ungewiss. Fakt ist, es wird uns schlechter gehen. Es geht bergab.

Und mia san guad mit dabei

verschmutzung-vergleich3.jpg

Das es ernst ist zeigt auch schon das fordernde Zitat von Jacques Chirac “Jetzt ist nicht Zeit für halbherzige Aktionen. Es ist Zeit für eine Revolution.”.

Aber was ist denn das Problem?
Einerseits natürlich die Fakten.
Als Beispiel Punkto Co2 Ausstoß. (Wenigstens da gehts bergauf…)
co2-ausstos3.jpg

Und das tragische neben den ganzen von uns geschaffenen Problemen, die ja zur Zeit recht breit getreten werden ist, dass wir noch nicht in der Lage sind die Komplexität unseres Planeten zu verstehen.
Dass es sich Veränderungen nicht unmittelbar, bzw. linear auswirken, dürfte klar sein, sieht man das doch auch schön an unserem diesjährigen “bitterkalten” El Niño bedingten Winter, dessen Ursache weit zurück liegt.
Aber was wenn nun auf globaler Ebene Ereignisse auftreten, wie die Versauerung der Ozeane, das Abschmelzen der Antarktis, bzw. dem Auftauen der Permafröstböden?

Es wird nicht gut sein. Na ja es werden -falls sich nichts ändert- wohl auch die größten negativen Umweltauswirkungen sein, die die Menschheit je erleben wird.
Vielleicht noch viel schlimmer als wir und jetzt vorstellen können.
Man hört es nicht gern, und tut es gern als Öko-Hype-Übertreibungsgeschwätz ab, aber was wenn die Art Mensch wirklich vom Aussterben bedroht ist?

Egal wie es ist, sollten wir den Experten, die noch am Meisten von dem Wenigen was wir wissen verstehen glauben und schleunigst anfangen was zu ändern….

Nur was?
(Dies kann als Anregungen zum Ideen sammeln verstanden werden…)

Add comment März 1st, 2007

Next Posts


Kalendar

März 2007
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Monatsarchiv

Themenarchiv