Archive for Mai, 2007

Nein, nein, und nochmals nein!!!

Passend zum Fazit des letzten umstrittenen Artikel…

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Add comment Mai 26th, 2007

Die ldc’s und die Abkoppelungstheorie

Es ist leider nichts neues, dass die ldc’s (least developed countries) von uns ausgebeutet werden. Richtige Entwicklungshilfe ist kaum zu finden. Die schon erwähnten korrupten Strukturen der Entwicklungsländer, bei denen sich jeder Beamte seinen Teil abzwackt, sind bei der Weltbank durchaus bekannt. Doch darum geht es in der Entwicklungshilfe nicht. Entwicklungshilfe ist längst nur noch ein Instrument um das Allerschlimmste zu verhindern.

ldc's

Bei der Weltbank wird es beispielsweise schon als großer Erfolg gewertet, wenn 1/3 des Geldes in die Beschaffung von Nahrungsmitteln oder Wasser laufen. Das bei diesen Zahlungen mehr und mehr Kredite aufgenommen werden, interessiert in den ldc’s niemanden. Die Regierungsführer –falls man sie so nennen kann- stecken mehr Geld in militärische Ausrüstungen, als es (prozentual) z.B. die USA tun. Nur so können sie ihre absolutistischen Strukturen erhalten. Aber die Bevölkerung interessiert dort niemanden mehr. Die UN, die Weltbank, Misereor, und alle anderen Hilfsorganisationen betreiben meist nur Augenwischerei. Ein großer Teil der Spenden geht immer noch in die immensen Verwaltungsapparate.

Den Menschen in den Entwicklungsländern wird nicht geholfen! Und daran können wir auch eigentlich nichts tun (außer man bemüht sich, wie Gregor, um nachhaltige Maßnahmen in diesen Länder. Doch leider fehlt es dafür an den nötigen Menschen.). Es gibt einige Theorien, die sich mit den Ursachen und den Möglichkeiten der Situation der Entwicklungsländer befassen. Davon ist meiner Meinung nach die Abkoppelungstheorie die sinnvollste, die besagt, dass sich die Länder von der Abhängigkeit der Industrieländer „abkoppeln“ müssen und die Grundbedürfnisse erst einmal selbstständig gedeckt werden müssen. Dazu müssten Handelsbeschränkungen beschlossen werden und kulturelle und traditionelle Handwerksbetriebe müssen wieder aufgebaut werden. So könnte es in den ldc’s zu einer nachhaltigen Entwicklung kommen, den erst durch die Industrieländer sind die Disparitäten in Entwicklungsländern entstanden.

Spenden bringen immer nur ein kleines Bisschen, lieber lässt man diese Länder ganz in Ruhe, so grausam es ist, es gibt bessere Wege wie man den Entwicklungsländern helfen kann. An Geld fehlt es nicht wirklich, es fehlt an dem Wissen und an der Intelligenz.

1 comment Mai 17th, 2007

Aber wir zahlen doch Entwicklungshilfe! Oder?

Ja wir zahlen Entwicklungshilfe. Jährlich fließen ca.79 Mrd. US-$ von Nord nach Süd. Deutschland ist an diesem Betrag mit 7,5 Mrd. US-$ beteiligt. Was man aber all zu leicht vergisst, ist, dass diesem Geldstrom nach Süden auch ein Geldstrom in den Norden gegenübersteht. Allein die Zinszahlungen, die die Entwicklungsländer für „großzügige“ Kredite aufbringen müssen, belaufen sich auf 180 Mrd. US-$. Faktisch fließt also Jahr für Jahr mehr als doppelt soviel Geld von Süd nach Nord, als in die andere Richtung. Mit anderen Worten wird der Süden regelrecht ausgeplündert.

Diese Ausbeutung findet aber nicht nur auf dem Finanzmarkt statt. Nicht nur Offshore-Banken und Global Player profitieren von der momentanen Situation. Selbst die EU (also wir) fördern die vorherrschende Entwicklung.

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Beispielsweise gibt die EU jährlich mehr als 200 Mio € dafür aus, dass die europäischen Fangboote in fremden Hoheitsgewässern, z.B. vor Mauretanien, der Elfenbeinküste und Guinea, ihrer Arbeit nachgehen können. Für die fischverarbeitende Industrie der EU sind die bestehenden Verträge eine Art Lebensversicherung, da es um die Fischbestände in der Nordsee und im Mittelmeer schlecht bestellt ist. Mittlerweile werden 40 Prozent der EU-Fangmenge aus nicht europäischen Gewässern bezogen, dass sind ungefähr 2,5 Millionen Tonnen Fisch!

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Dies wirkt sich fatal aus:
Erstens: Vor 50 Jahren waren 90 Prozent der dort vorkommenden Arten nur schwach befischt, heute stehen 70 Prozent kurz vor dem Aussterben.
Zweitens: Insbesondere wird nach Sardellen und Sardinen gefischt, die Nahrungsgrundlage vieler anderer Spezies sind. Dadurch wird das gesamte Ökosystem gefährdet.
Drittens: Man ruiniert die dortige Fischerei, weil die Europäer mit ihren modernen Fangflotten den afrikanischen kleinen Booten technisch weit überlegen sind und die afrikanischen Fischer größte Probleme haben überhaupt noch etwas zu fangen. Man verschärft so auch die dortige ohnehin angespannte Nahrungssituation. Darüber hinaus erreicht das Geld das von der EU für die Fischereirechte gezahlt wird nie die Fischer, die die negativen Konsequenzen zu tragen haben, weil es in die Taschen von wenigen korrupten Lokalpolitikern fließt.

Die Ausbeutung von Entwicklungsländern wird also (leider) nicht nur von gewissenlosen, global operierenden Unternehmen betrieben. Auch die EU, die sonst versucht eine Vorreiterrolle in der Welt einzunehmen, was zum Beispiel sozialen Ausgleich oder Klimaschutz angeht, subventioniert kurzsichtig mit Blick auf die eigene Industrie die Plünderung von Entwicklungsländern.
Wollen wir das?…….

1 comment Mai 4th, 2007

Energiewende - nur mit Atomkraft?

Die Energiewende sieht eine Entwicklung von angebots- zu bedarfsorientierter Energiepolitik, von zentralistischer zu dezentraler Energieversorgung, von fossilen und nuklearen zu regenerativen Energiequellen, von Energieverschwendung zu Energiesparmaßnahmen.

Dieses Konzept könnte jedoch nach Expertenmeinung am geplanten Atomausstieg scheitern.

Das Atomgesetz in seiner aktuellen Fassung sieht das Abschalten aller Atomkraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2020 vor. Es sind jedoch noch nicht die technischen Möglichkeiten vorhanden, um den Wegfall des aus Kernenergie erzeugten Stroms durch regenerative Energien abzudecken und auch bis CO2 freie Kohlekraftwerke im großen Stil verfügbar sind, werden noch Jahre vergehen (ganz abgesehen von den Problemen die durch die Lagerung des CO2 im Untergrund entstehen werden). Folglich muss die Energie aus anderen Quellen gewonnen werden – zum Beispiel aus neu gebauten Kohlekraftwerken. Somit würde nicht nur der CO2-Ausstoß vergrößert, sondern auch Geld verbaut, das damit nicht mehr in die Forschung für regenerative Energien investiert werden kann. Nach Angaben der Deutschen Physikalischen Gesellschaft würde durch den Atomausstieg bis 2020 der CO2 Ausstoß pro Jahr um 112 Mio. Tonnen ansteigen. Damit würde das Abschalten laut Plan alle bisherigen Anstrengungen zur CO2-Verminderung sinnlos erscheinen lassen.

Hier nun der Vorschlag des Chefs des drittgrößten Energieversorgers EnBW: die Abschaltpläne sollen zeitlich so gestreckt werden, wie es die Realisierungsmöglichkeiten erfordern. Konkret bedeutet das eine Verlängerung um 10 Jahre.

Netter Nebeneffekt dieser Laufzeitverlängerung wären hunderte Millionen Euro zusätzliche Gewinne, die die bereits abgeschriebenen Kraftwerke abwerfen würden. Hier will der Manager garantieren, den substantiellen Anteil dieser Gewinne in einen Forschungsfonds zur Entwicklung zukunftssicherer und nachhaltiger Technologien zu investieren.

Um seinen Vorschlag glaubwürdig zu machen, schlägt er außerdem eine Grundgesetzänderung vor. Der Klimaschutz solle als Verfassungsziel im Grundgesetz festgeschrieben werden, ebenso wie der Atomausstieg nach weiteren 10 Jahren. Außerdem will er eine verbindliche Zusage abgeben, dass die Industrie erhebliche Summen in die Forschung investieren wird.

Der Vorschlag der Laufzeitverlängerung ist nicht aus der Luft gegriffen, auch die Deutsche Physikalische Gesellschaft schlägt eine Verlängerung um ca. 10 Jahre vor. Es bleibt nur die Frage nach der Realisierbarkeit dieses Vorschlags, gegen Widerstände im Parlament, Verfassungsrechtler.. Und die Frage, ob es durch solche Projekte nicht zum weiteren Aufschieben der Einführung von mehr regenerativen Energiequellen kommt.

1 comment Mai 3rd, 2007


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