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Wie die Welt sein sollte

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Die Notwendigkeit, dass sich etwas in unserer Welt verändert, wird an folgenden Grafiken besonders deutlich. Die erste Grafik zeigt, wie die Welt sein sollte, die anderen beiden zeigen wie sie (leider) noch ist. Die zweite Grafik veranschaulicht, wie extrem das Gefälle zwischen Arm und Reich bzw. Nord und Süd ist. Bei ihr sind Regionen hervorgehoben, in denen Menschen von weniger als 1 US $ am Tag, also in extremer Armut, leben müssen. Die zweite Karte zeigt die Verteilung von PKWs auf unserem Planeten.

pkw.jpg

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Add comment Februar 22nd, 2007

“Live Earth”- SOS Rettungsaktion für den Planeten

Al Gore stellte gestern seine Pläne für das größte Benefizkonzert der Welt vor. Bei den LIVE 8 Konzerten letztes Jahr stand noch der Schuldenerlass für Afrika und somit die sozialen Ungerechtigkeiten weltweit im Mittelpunkt, “Live Earth” hingegnen wird auf die Problematik der globalen Erderwärmung aufmerksam machen. Dazu werden am 7. Juli ca. 100 Bands bei 7 Konzerten auf 7 Kontinenten innerhalb von24 Stunden live performen.

Seitdem Al Gore 2001 die Präsidentschaftswahlen gewann, trotzdem aber nicht Präsident wurde, widmet er sich vollkommen seiner Tätigkeit als Umweltaktivist. Durch seinen Dokumentarfilm, “Eine unbequeme Wahrheit”, konnte er an Bekanntheit und Popularität gewinnen und ist somit die wohl einflussreichste und bekannteste Persönlichkeit der Umweltszene. Schon seit längerem reist Al Gore durch die ganze Welt und hält Vorträge, in denen er eindringlich vor den Gefahren des Global Warmings warnt. So konnte er bereits eine Vielzahl von Menschen mit seinem Anliegen erreichen, jedoch eher gebildetes und wohlhabendes Publikum. Mit Hilfe des Mediums Film schaffte er es nun, eine weitaus breitere Masse zu erreichen, hauptsächlich allerdings wiederum nur wohlhabendes und vor allem am Thema interessiertes Publikum. Dies wird sich mit den “Live Earth” Konzerten schlagartig ändern. Gore’s Ziel ist es mehr als 2 Milliarden Menschen anzusprechen, sei es bei den Konzerten oder bei den Live Übertragungen im Fernsehen. Da sich bereits Showgrößen wie die Red Hot Chili Peppers und Bon Jovi angekündigt haben, wird ihm dies wohl auch gelingen.
Doch welche Auswirkungen wird dies haben? Werden 2 Milliarden Menschen ihre Lebensgewohnheiten umstellen, nur weil ihre Idole dazu aufrufen? Oder kommen 50% nur wegen der riesen Party, also aus reinem Eigennutzen?
Genau an den Teil der Bevölkerung richtet sich dann wohl der Slogan der Veranstaltung SOS (Save our selves). Solange die Notwendigkeit des Handelns klar wird und die Menschen umdenken, um sich selbst zu retten, wird das auch der Allgemeinheit zugute kommen. Der Idealfall wäre ein neues Umweltbewusstsein auf globaler Ebene und ein deutliches Signal an die Wirtschaft und Politik der Industrieländer.

Damit diese ein nachhaltiges Konzept für die Reduktion des CO2 Ausstoßes erarbeiten und sich diesem unterwerfen, bedarf es vor allem einem kooperativen US- Präsidenten. Mit Bush wird ein solches Abkommen kaum möglich sein. Wer aber von den Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 2008 wäre nun am besten für die Nachfolge geeignet?
Wäre es nicht mehr als einen Versuch wert, nochmals für die Präsidentschaft zu kandidieren, wo man doch so weitaus mehr verändern kann als mit Filmen und Konzerten, Mr. Gore?

1 comment Februar 16th, 2007

Zur Situation der Kinder in Deutschland

Heute ist eine neue Studie der Unicef (Kurzfassung als PDF-Datei) bekannt geworden, die uns in Deutschland mal wieder zeigt in welche Richtung wir uns bewegen. Die Studie behandelt die Situation der Kinder in Deutschland und was es dort zu lesen gibt ist nicht gerade ruhmvoll.

Platz 11. im Vergleich mit den übrigen Industrieländern. Die Niederlande und Schweden führen die Liste an. Dort haben Kinder die besten Voraussetzungen!

In Deutschland finden junge Menschen nur durchschnittliche Bildungs- und Gesundheitsbedingungen vor. Es liegt auf der Hand, dass diese Entwicklung uns vor große Probleme stellen wird. Die Gesundheit und die Bildung unserer Kinder sind immer noch die Zukunftsgaranten unseres Landes. Wenn wir Deutschen nicht dafür Sorgen, dass Kinder ohne Sorgen und mit ausreichenden Bildungsmöglichkeiten ausgestattet werden, dann werden wir uns bald umsehen. Unsere „perverse Sparmentalität“ darf sich auf keinen Fall auf die Zukunft unserer Kinder auswirken. Unsere Bildungsausgaben sind so niedrig wie in keinem der führenden Industriestaaten. Die Ausfallstunden an unseren Schulen sind ähnlich enorm. All diese Anzeichen nehmen wir seid längerem hin ohne etwas zu unternehmen. Nun diese Unicef-Studie, in der selbst der materielle Standart der Kinder im Vergleich zu anderen Ländern –wie Tschechien oder Belgien – vor dem Deutschlands steht. In Deutschland raucht jeder 6. Jugendliche unter 15 Jahren. Sind das nicht alarmierende Daten und Fakten? Die Politik muss hier ganz schnell angreifen und die Bildungssituation in Deutschland schnell reformieren. Denn selbst in Bayern herrscht Lehrerknappheit und die Ausfallraten sind überdurchschnittlich hoch. Wir müssen aufhören an unserer Zukunft zu sparen, und anfangen dort Gelder zu investieren, um uns langfristig auf einem hohen Bildungsniveau halten zu können. Der Appell an die Politik muss sich nun endlich einmal durchsetzen.

Hier die Liste der Unicef-Studie:

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Doch nicht nur die Politiker müssen ihr Engagement im Bildungssektor erhöhen, auch Eltern müssen sich mehr um ihre Kinder kümmern. In der Studie gaben nur 40% der Kinder an, dass sie regelmäßig mit ihren Eltern reden würden. Hier müssen sich auch die Eltern verändern. Auch sie müssen ihre Kinder beraten und ihnen zur Seite stehen. Durch die berufstätigen Mütter haben Kinder oft keine Ansprechpartner und der Beruf der Hausfrau ist in der Gesellschaft immer noch nicht hoch angesehen. Hier müssen sich die Einstellungen ändern. Dazu kann jeder von uns beitragen.

Kontakt zu den Jüngeren pflegen ,ihnen Chancen verschaffen, Dinge erklären und zeigen. Das ist und bleibt wichtig. Kinder sind auf dem Weg ins Leben und wollen viele Dinge wissen, man muss ihnen das nahe bringen. Und wenn sie Probleme haben müssen wir offene Augen und Ohren haben, damit wir ihnen helfen können. Kinder sind einfach unsere Zukunft

3 comments Februar 14th, 2007

“Oh du starke Globalisierung, ach du schwache soziale Marktwirtschaft”

Neoliberalismus

Viel Spaß bei nachfolgender Geschichte!
(Fett = Herr Neo libertus; Normal = Fräulein Soliza; Kursiv = Erzähler)

Man müsse global denken meinte Herr Libertus Neo und fuhr in seinem beinahe schon ekstatischem Gedankengang fort: Wir dürfen uns nicht länger hinter einem, ein halbes Jahrhundert altem Gerüst verstecken. Und das nennt man dann noch ganz kess „soziale Marktwirtschaft“. Genau wegen der sind wir Deutsche doch hintendran. Aber das is ja noch nicht genug! Nein! Da ist ja auch noch dieser Name des Gründers…wenn ich da nur dran denke…vor allem diese Widersprüchlichkeit…er und hart? Ja ausgerechnet er, dieser soziale Softie…
Er meinte sich auszukennen. Und eine Frage lies ihn ganz besonders nicht los:
Wieso wollen es manche nicht verstehen?
Für ihn war es sonnenklar, dass die soziale Marktwirtschaft in den Zeiten der Globalisierung nur Schwächen aufwies. War sie doch auch während des Industriezeitalters entstanden, und für jenes konzipiert. Wie sollte so ein altes, verstaubtes Ordnungsmodell noch im digitalen Zeitalter funktionieren? Gerade jetzt, wo es keine festgefahrenen Strukturen mehr gäbe, wo man Miteinander mit Hilfe von Prozessoren Netze spinnt, der eine hier, der andere dort, der eine hier, der andere dort einen Strang beiträgt; was für Möglichkeiten sich dem blauwässrig schimmernden Planeten dadurch nur böten. Ja! Nun sind die Zeiten des lohnabhängigen, jahrzehntelang im Inland, unter denselben monotonen Bedingungen, in demselben tristen Unternehmen schuftenden Arbeiters, vorbei. Endlich vorbei. Zeit um unser Sozialsystem dieser neuen Ära anzupassen. Er war froh die Welt zu verstehen und konnte sich den freudigen Ausruf: Es lebe die Effizienz, die ungezügelte Effizienz bei aller Liebe nicht verkneifen.
Wenn die Deutschen sich diesem Rad der Zeit nur nicht widersetzten. Es ist doch Unsinn ein Vermögen in die Aufrechterhaltung irgendwelcher sozialen Standards zu investieren, wenn manch eine Konkurrenz das auch nicht tue. Ganz zu schweigen von der offensichtlichen Sinnlosigkeit zu geben, ohne eine direkte Gegenleistung zu bekommen.
Also weg damit, anstatt dessen sollten wir lieber mal einen Zahn zulegen, die Produktivität steigern, die Zähne dann noch zusammenbeißen und uns dem harten Gang der Konkurrenz anpassen. Nur so können wir Schritt halten.
Und ja, die langsamen und die, die ihre Chance nicht wahrnehmen sind halt nun mal die Verlierer. So ist es beim Spielen. Es gibt Gewinner und Verlierer. Langlebende und Kurzlebende.

Herr Libertus Neo wäre wohl ein Leben lang bei seiner Meinung geblieben, wäre ihm nicht irgendwann die heranreifende, aber bereits ihn irgendwie instinktiv anziehende, Fräulein Soliza begegnet. Zum ersten Mal in seinem Leben horchte er auf:
Ach du lieber Herr Neo! Wo soll ich nur anfangen? fragte sie ein wenig verzweifelt, aber dennoch recht forsch. Wissen Sie denn nicht was Deutschland an autoritären Herrschafts- und Wirtschaftsformen hinter sich hat? Allein im Vergleich dazu kann unser jetziges Ordnungsmodell doch nicht schlecht so sein, oder?
Na ja gut, das mag ja stimmen, aber trotz alle dem brauchen wir einen sich selbst regulierenden, frei… weiter kam er nicht, denn Fräulein Soliza hatte nur kurz abgesetzt um tief Luft zu holen:
Nein, nein, nein, einen freien Markt brauchen wir nicht. Ich erkläre ihnen lieber noch einmal, wie das mit der sozialen Marktwirtschaft ist. Im Grunde werden die marktwirtschaftlichen Prozesse lediglich durch einen gewissen Ordnungsrahmen ergänzt. Im Falle Deutschland bedeutet dies eine vom Staat festgelegte und kontrollierte Wettbewerbs- und Sozialordnung. Ziel dabei ist, dass eben nicht erwünschte Ergebnisse, eines rein marktwirtschaftlichen Systems, ausgeglichen, bzw. korrigiert werden. Warum Sie ein Fehlen von Sozialstandards für gut heißen, als dafür plädieren dass es manchen Menschen schlecht gehen soll, versteh ich sowieso nicht.
Also wenn ich von der Wirtschaft rede, dann meine ich zumindest alle Menschen, und meiner Ansicht nach sollten Alle ein Recht auf ein gleich langes Leben haben und man sollte nicht erdulden, dass welche verlieren, bzw. gar nicht die Chance haben zu gewinnen. Apropos, ich finde ich es wirklich pervers wie gleichgültig Sie darüber nachdachten.
Was ich meine ist, dass unter den falschen wirtschaftlichen und strukturellen Bedingungen einige doch gar keine Möglichkeit haben, sich persönlich zu entfalten und zu entwickeln. Es muss doch jeder das Recht haben dürfen Mensch zu sein, oder?
Allein schon deswegen, ist es ja wohl das Mindeste gewisse Leitlinien und Standards zu schaffen, unter denen sich es sich dann auch für Menschen wie Sie lohnen würde, sozial zu sein. Von denen gibt es eh noch viel zu wenig, wie ich finde. Und bevor wir die Effizienz und die Produktivität blindlings erhöhen, wäre es vielleicht angebrachter zuvor mal auf globaler Ebene ein vernünftiges Regelwerk durchzusetzen. Außerdem, was mir dabei grad einfällt, zu Ihrem Argument, dass wir, noch mehr noch schneller schaffen müssten:
In den Usa ist die Arbeitsproduktivität in den letzten 20 Jahren nur um 25% gestiegen, in Deutschland jedoch um 100% . So unproduktiv sind wir also gar nicht. Aber überhaupt, sollte das nicht unser Hauptproblem sein. Unsere Hauptprobleme sind z.B. dass 20% der Bevölkerung auf der Erde 80% von ihr besitzen, dass 25000 Menschen am Tag an Hungernot und dessen Folgen sterben und um noch ein Beispiel zu nennen, dass wenige sehr produktiv sind, auch im Umwelt verschmutzen, aber der ganze blaue Planet mit verseuchtem Wasser umgehen muss…
Und es gäbe noch zig Beispiele. Wenn wir also was brauchen, dann eine weltinnenpolitische Sichtweise, ja das stimmt, von daher gebe ich Ihnen Recht. Wir müssen global denken. Wobei die Betonung auf dem letzten Wort liegt. Das können wir schaffen durch supranationale Strukturen, wie etwa der Eu, aber nicht durch supranationales Chaos, wie es jetzt als Ordnungsrahmen auf globaler Ebene herrscht.
Es wäre viel besser, wenn alle Menschen zumindest den Grundgedanken unserer Form der Marktwirtschaft übernähmen, der nämlich lautet: „Wohlstand für Alle“. Allein schon der Liebe zum Nächsten wegen. Und warum sollte man nicht auch geben, auch wenn man, wie Sie, denkt man bekäme dafür nichts zurück? Wobei das ja auch nicht stimmt, denn hallt es doch wenn nicht nach außen doch in dem Inneren des Beschenkten wieder und äußert sich über lang oder kurz…
Ach ich bitte sie Frau Soliza, dass ist mal wieder typisch Fra… wollte er kontern, aber er war wieder ein mal der weiblichen Empathie nicht gewachsen
Ich wusste, dass sie das als weibliche Gefühlsduselei abtun. Nun gut. Nichtsdestotrotz sollte doch auch Ihnen einleuchten, dass es nicht sein kann und darf, dass Demokratie unter den Fesseln der heutigen Globalisierung bedeutet, dass nur Menschen mit materiellem Besitz eine politische Stimme, also eine Zukunft und ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben?

Ha ha ha, ich kann nur lachen über ihre banale und überzogene Darstellung!

Wissen Sie, wahrscheinlich denken viele wie Sie, und viele lachen über Frauen wie mich. Aber was mich in so einer Situation immer tröstet, ist ein Spruch von Albert Einstein, den ich über meinem Bett aufgehängt habe und der lautet: Um ein tadelloses Mitglied einer Schafsherde zu sein, muss man vor allem eins sein: Ein Schaf.

Es ist mir leider nicht bekannt, ob Neo libertus bis heute zur Vernunft gekommen ist, und verstanden hat, dass Globalisierung uns allen nur viele Vorteile bringt, wenn wir anfangen sie richtig zu gestalten. Unsere jetzige Wirtschaftsform die soziale Marktwirtschaft weiter zu verbessern, ist vom Prinzip her nötig und gut, jedoch vergleichbar mit dem Bemalen eines Hüpfballes, der keine Luft hat.
Als letzte Anmerkung des Autors sei mir bitte noch erlaubt hinzuzufügen, dass auch die soziale Marktwirtschaft, bzw. die Struktur Europas bei weitem nicht optimal ist. Wahrscheinlich gibt es viele noch nicht gedachte bessere Formen. Aber, wer reißt schon eine noch nicht reife Frucht vom Baum und zertrampelt sie?

Kris

6 comments Februar 12th, 2007

Was bringt der neue IPCC Klimareport?

Der 4. UNO Klimabericht ist einer von vielen, der die Annahme bestätigt, dass der Mensch am Klimawandel schuld ist. Nur diesmal traute sich der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) dies noch deutlicher als jede eine Studie zuvor auszudrücken. Und schon wird wieder viel diskutiert und große Taten werden gefordert. Wie gehen wir nun mit der Schuld, die wir und unserer Vorfahren sich aufgeladen haben, um?

Das übliche Szenario folgt meist einem inoffiziellen Fahrplan. Nachdem die Presse die neuen Studien herausgegeben hat, folgt prompt die Reaktion von Politikern und Umweltschützern. Letztere fordern Taten, Politiker versprechen diese. Allerdings stürzen sich die Medien schon nach kurzer Zeit auf andere Thematiken, Versprechungen verwehen im Winde und die Empörung wegen der nicht eingehaltenen Versprechen bleibt aus.

Die Forderung der EU nach einer Abgasobergrenze für Pkws von letzter Woche war ein sehr vernünftiger und dringend notwendiger Schritt, da ca. 32% aller CO“ Emissionen durch den Verkehr verursacht werden. Dies löste einen Protest der großen deutschen Automobilhersteller aus, dem schon wenige Tage später klein bei gegeben wurde. Wenn sich solche Mechanismen weiter etablieren, wird es zu keiner Reduzierung der Treibhausgase kommen. Die Folgen dieses Verhalten werden sich dramatisch auf das Leben der Menschen des 21. Jahrhunderts auswirken. Für den Leiter des Uno-Umweltprogramms, Achim Steiner ist der Klimawandel die Herausforderung des Jahrhunderts.

Wenn wir uns nicht gegenüber uns selbst und unseren Kindern verantwortungslos zeigen wollen, müssen wir handeln und drastische Maßnahmen ergreifen. Der Stern Report schlägt vor, jetzt zu handeln und rund 1% des Welt-Brutto-Produktes in den Klimaschutz zu investieren, denn spätere Folgen von Tatenlosigkeit würden mit einem Vielfachen dessen bestraft werden. Einen ersten Schritt machte die Bundesregierung und kündigte ein Aktionsprogramm zur Förderung von Lösungen für einen “intelligenten Technologiewandel” über 255 Millionen Euro an. Dies ist als positive, aber leider nicht ausreichende Antwort zu sehen.

Das G8 Gipfeltreffen im Juni wäre die ideale Gelegenheit, sich Gedanken über eine globale Lösung des Problems zu machen.

Nachtrag: Wer möchte kann sich hier den IPCC Bericht zusammengefasst anschauen.

7 comments Februar 2nd, 2007

Nachhall Texter berichtet über Connecting Youth

Die Nachhall Texter sind junge, kreative Autoren, die sich mit Nachhaltigkeit und PR beschäftigen. Sie sind in verschiedenen Nachhaltigkeits-NGOs aktiv oder engagieren sich im Medienbereich.

Ihr Ziel ist es die junge Nachhaltigkeitsszene in Deutschland zu vernetzen, Konferenzen anzukündigen, interessante Projekte vorzustellen, tolle NGOs präsentieren und Wissen austauschen.

Ganz aktuell wird mit einem Artikel über die Jugendorganisation » von den Nachhall Textern Werbung für Connecting Youth gemacht. Auf diesem Wege vielen Dank für die Unterstützung.

Mitmachen erwünscht, auf www.nachhall-texter.de !

Add comment Januar 31st, 2007

Vortrag am 07.02.2007 - TU München

Eine Veranstaltung, die ich jedem der des hier liest nur ans Herz legen kann, ist der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. Rademacher Herrn Dr. Solte, der am 07.02.2007 ab 19.30 an der TU in München stattfindet. Leicht und verständlich bekommt man einen tiefen und notwendigen Einblick in die wirkliche Situation unserer heutigen Welt.

Update: Die Organisatorin der Ringvorlesung des Umweltreferats der TU München informierte CYou das Herr Prof. Rademacher leider verhindert ist und sein Stellvertreter an der Uni Ulm, Herr Dr. Solte kurzfrsitig einspringt.
Mehr zum Vortrag hier »

2 comments Januar 27th, 2007

Termine

Vor allem wenn man sich für Themen interessiert, die nicht täglich in aller Welt Munde sind, ist es oft schwierig dazu passende interessante Veranstaltungen ausfindig zu machen. Aber wofür hat man ein Blog?

Add comment Januar 27th, 2007

Das Prinzip Nachhaltigkeit

Nachhaltig wirtschaften, Nachhaltiges Konsumverhalten, nachhaltige Produkte, nachhaltig leben, nachhaltiges lernen,…….Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit. In der letzten Woche konnte ich den Begriff Nachhaltigkeit in 15 verschiedenen Artikeln und Büchern 50- Mal finden. Nachhaltigkeit hätte das Potential „Wort des Jahres“ zu werden. Doch was genau ist eigentlich Nachhaltigkeit und was bedeutet es für die heutige Generation der Jugend?

Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus dem Bereich der Forstwirtschaft. Man schlug nur so viel Holz wie natürlich im gleichen Zeitraum nachwachsen konnte. Somit erhielt man der künftigen Generation die Lebensgrundlagen wie man sie selbst vorgefunden hat. Über Millionen von Jahren wurde dieses Prinzip eingehalten, wohl auch deswegen, weil der Mensch bis vor kurzem gar nicht die Möglichkeiten zum Kahlschlag besaß.

Jedoch lässt sich das Prinzip Nachhaltigkeit auch auf viele andere Bereiche des Lebens übertragen. In der Landwirtschaft gilt es den Boden so zu bewirtschaften, dass er den nachfolgenden Generationen erhalten bleibt, mit all seinem Potential und seiner Reinheit. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit ist demnach: Erhalt der natürlichen Ressourcen für zukünftige Generationen. Oder: Nehme nur so viel, wie auf natürlicher Basis wiederkehrt. Angesichts einer Vielzahl von nicht nachwachsenden Rohstoffen wird deutlich, dass es unmöglich ist den Grundsatz der Nachhaltigkeit 100 %ig zu verwirklichen. Deshalb gilt es auf diesem Gebiet einer sehr gewissenhaften Nutzung des Vorhandenen. In den letzten zwei Jahrhunderten kam es aber zu einer ganz anderen Entwicklung. Industrielle und technische Revolution machten den Abbau von Rohstoffen im großen Stil möglicht. Die Bevölkerungsexplosion und Globalisierung taten ihren Teil dazu, dass innerhalb von 200 Jahren große Teile an nicht nachwachsenden Rohstoffen weltweit abgebaut wurden. Warum aber wurde der Grundsatz der Nachhaltigkeit nicht mehr befolgt?
Einerseits durch die bereits beschriebenen äußeren Einflüsse, andererseits entwickelte sich eine neue Denkweise in den Köpfen der Menschen und die Gesellschaft veränderte sich. Profitgier, das Streben nach maximalem wirtschaftlichem Erfolg, koste es was es wolle, wurde zur Maxime der westlichen Gesellschaft. Dies wirkte sich in Engstirnigkeit und Kurzsichtigkeit aus. Die Generationen unserer Eltern und Großeltern veränderte die Welt für immer. Die Erde wurde ausgebeutet, zerstört und verändert. Manche haben darüber nachgedacht, welche Auswirkungen dies auf unserer Generation und die unserer Kinder haben könnte, aufhalten konnte diesen Prozess jedoch keiner. Hat man einmal etwas kaputt gemacht oder beschädigt, schleicht sich irgendwann doch einmal schlechtes Gewissen ein. Zuerst versucht man den Schaden herunterzuspielen, wenn das wahre Ausmaß jedoch zu deutlich erkennbar ist, beginnen Unschuldsbeteuerungen und gegenseitige Schuldzuweisungen. Diesen Zeitpunk haben wir Gott sei Dank schon überwunden. Manch Schuldiger ist sich seiner Schuld bewusst geworden und einige unternehmen derzeit erste Gutmachungsversuche. So wird die Reduzierung der Treibhausgase vorangetrieben und viele brüsten sich damit, nachhaltig zu wirtschaften oderzu handeln. Wie gesagt: 2006/2007, das Jahr der Nachhaltigkeit. Problem ist, dass der Geschädigte niemals konsultiert wird, wenn es um die Wiedergutmachungsarbeit geht oder um die Neugestaltung seiner Zukunft. Dies mag zum Teil daran liegen, dass man Ungeborene nicht nach ihren Vorstellungen ihrer Zukunft interviewen kann. Aber wie sieht es mit der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen aus? Vor allem bei Fragen der Umweltpolitik und der Energiepolitik werden die Jugendlichen weder um ihre Meinung gebeten, oder gar in den Entscheidungsprozess mit einbezogen. Wäre es den Schuldigen und Entscheidungsträgern wichtig, ehrliche Gutmachung zu betreiben, so würden sie die Geschädigten zuerst nach deren Vorstellungen, wie eine solche Gutmachung aussehen könnte, befragen. Da dies nicht der Fall ist, muss sich die Jugend der Welt vereinigen und gemeinsam ihre Anliegen und Vorstellungen den Entscheidungsträgern vorstellen. Und um nicht die gleichen Fehler wie unsere Eltern zu machen, müssen wir uns schon jetzt Gedanken machen, wie wir diese vermeiden können. Wir müssen nachhaltig lernen, wie wir nachhaltig leben können.

Gregor Hintler

10 comments Januar 14th, 2007

Nachrichten

Hier könnt Ihr aktuelle Artikel & Interessantes zu Themen die euch bewegen und die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen diskutieren.

1 comment Januar 13th, 2007

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