Posts filed under 'Nachhaltigkeit'
An sich könnte man meinen, hier in Europa sei - wenn schon nicht das Weltklima - so doch wenigsten die (Klima-)Welt endlich in Ordnung: Europas Bürger und Politiker scheinen geeint in dem Wunsch nach mehr aktiver Klimapolitik und sehen in CO2 ihren gemeinsamen Feind. Auf den internationalen Klimakonferenzen fordern die Europäer strenge Ziele, die sie daheim schon per Vertrag fixiert haben: 20% weniger CO2 bis 2020!
Doch wenn man genauer hinsieht fällt auf, dass die meisten Länder noch keine konkreten Maßnahmen beschlossen haben, mit denen sie die Ziele erreichen wollen.
Deutschland tut sich hierbei sehr positiv hervor und hat ein Paket zur Energieeffizienz bei Gebäuden verabschiedet, das seine Wirkung sicher nicht verfehlt – v.a. wenn man bedenkt dass private Haushalte nach der Industrie die größten Energieverbraucher sind.
Anstatt dass andere (v.a. süd- und osteuropäische) Regierungen diesem positiven Beispiel folgen, haben sie sich nun auf den dritten und prozentual im Energieverbrauch weit hinter Haushalten und Industrie liegenden Bereich des Verkehrs eingeschossen.
Die Vermutung liegt nahe, dass sie dies tun um einerseits nicht als untätig zu gelten, anderseits aber um ihren Ländern tiefgreifende Veränderungen zu ersparen, die sich durch eigene Gesetze für Haushalte und Industrie ergäben.
Da ist es wohl einfacher die PKW-Industrie in die Pflicht zu nehmen. Besonders Italien und Frankreich, deren PKW-Hersteller seit Jahrzehnten v.a. kleine und somit relativ sparsame Automobile bauen, unterstützen dieses Verhalten und argumentieren, dass große Automobile ruhig mit einem kräftigen Aufpreis belegt werden sollen. Sie seien schließlich besonders umweltschädlich.
Dieser Vorschlag wird von der EU-Umwelt-Kommissar Stavros Dimas im Moment stark voran getrieben – im Gespräch sind bis zu 5000€ für prinzipbedingt mehr Kraftstoff verbrauchende große und schwere KFZ. Hierbei muss erwähnt werden, dass die meisten derartigen Fahrzeuge von deutschen Herstellern produziert werden, die in diesem Segment seit Jahrzehnten spezialisiert sind - ähnlich wie die Südeuropäer auf Kleinwagen.
Dabei haben die deutschen Hersteller ihre großen KFZ im Vergleich zu 1990 am meisten im Verbrauch reduziert und tun dies auch im Moment.
Es erhebt sich also die Frage, ob es bei dem Vorschlag – angeblich im Sinne des Klimaschutzes – nicht um versteckte Industriepolitik zuungunsten Deutschlands geht, wo etliche Arbeitsplätze wegfallen könnten?
Klar stimmt das Argument, dass Autos, die viel verbrauchen, schlecht fürs Klima sind, aber müssten fairerweise nicht auch andere Faktoren berücksichtigt werden? Was ist z.B. mit Großfamilien, die zu sechst ein großes Auto benutzen im Vergleich zu einem kinderlosen Paar mit zwei kleinen Autos? Was ist mit einem Sportwagen, der nur im Sommer für wenige Kilometer (und folglich wenig CO2-Ausstoß) bewegt wird? Was mit jemandem der Sprit mit einem Kleinwagen spart, aber Gas und Strom durch ein schlecht isoliertes Haus aus dem Fenster heizt?
Für ein faires System müssten diese Faktoren wie z.B. Fahrleistung, Flugverkehr und der Energieverbrauch im Haushalt pro Bürger sicher eingebunden werden, was aber einen bürokratischen overkill bedeuten würde.
Wie wäre es daher mit einem CO2-Ausstoß-Recht pro Bürger in einer bestimmten Höhe, der seinem Heimatland zugeschrieben wird?
Der Energieverbrauch eines Landes ist einfach zu messen (gesamter Verbrauch von Sprit, Heizöl, Kohle usw. nach CO2-Gehalt addieren) und jedes Land kann selbst entscheiden – natürlich unter gewissen drohenden Sanktionen bei nicht-Erfüllung - wie es die Ziele erreicht. Dann würde der Klimaschutz sicher anders laufen als heute, da der Preis für eine Tonne CO2-Einsparung in der Industrie und bei der Hausdämmung viel niedriger als im Verkehr ist.
Und der Tanktourismus wäre auch bald Geschichte…
Januar 10th, 2008
Connecting Youth ist ein Partner und freundschaftlicher Unterstützer des Projektes “Plant for the Planet” (daher auch die Logos/Verlinkungen, die seit neuesten auf unserer Page zu finden sind). Das Tolle dabei:
Jeder kann mitmachen!
Nicht nur weil es unsere Zukunft und unser Leben ist, um das es hier geht, sondern auch weil wir verantwortlich sind für unsere kranke, verseuchte Mutter Erde. Es wird höchste Zeit gemeinsam etwas zu ändern. Jeder Einsatz zählt! Denn letztlich entscheiden wenige Grad Klimaerwärmung mehr oder weniger, wie es um uns stehen wird…
Und nun gibt es auch keine Ausreden mehr, wie z.B: “Ach, was kann ich denn schon tun?”
Denn jeder, kann für eine Schule einen Baum pflanzen!
Einfach unter www.plant-for-the-planet.org eintragen und los gehts.
Zusammen können wir das Ziel der Unep 1 000 000 000 Bäume dieses Jahr zu pflanzen erreichen.
Für uns!
Für unsere Nachkommen!
Für eine saubere und bessere Welt!
Werde aktiv und sei dabei, bei dem ersten Schritt in die richtige Richtung.
Den offiziellen Flyer von Plant for the Planet kann man hier downloaden!
Dieses Projekt wird vom Club of Rome, der FWU (Institut für Film und Bild), der evangelischen Akadmie, dem Global Marshall Plan und Connecting Youth gefördert, mit Schirmherrschaft von Prof. Klaus Töpfer (ehemaliger Direktor des Un-Umweltprogramms Unep) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreisträgerin)
März 22nd, 2007
Wo geht die Reise hin angesichts der derzeitigen “Klimaschocks”?
Es wird viel spekuliert. Aber letztlich ist es doch ungewiss. Fakt ist, es wird uns schlechter gehen. Es geht bergab.
Und mia san guad mit dabei

Das es ernst ist zeigt auch schon das fordernde Zitat von Jacques Chirac “Jetzt ist nicht Zeit für halbherzige Aktionen. Es ist Zeit für eine Revolution.”.
Aber was ist denn das Problem?
Einerseits natürlich die Fakten.
Als Beispiel Punkto Co2 Ausstoß. (Wenigstens da gehts bergauf…)

Und das tragische neben den ganzen von uns geschaffenen Problemen, die ja zur Zeit recht breit getreten werden ist, dass wir noch nicht in der Lage sind die Komplexität unseres Planeten zu verstehen.
Dass es sich Veränderungen nicht unmittelbar, bzw. linear auswirken, dürfte klar sein, sieht man das doch auch schön an unserem diesjährigen “bitterkalten” El Niño bedingten Winter, dessen Ursache weit zurück liegt.
Aber was wenn nun auf globaler Ebene Ereignisse auftreten, wie die Versauerung der Ozeane, das Abschmelzen der Antarktis, bzw. dem Auftauen der Permafröstböden?
Es wird nicht gut sein. Na ja es werden -falls sich nichts ändert- wohl auch die größten negativen Umweltauswirkungen sein, die die Menschheit je erleben wird.
Vielleicht noch viel schlimmer als wir und jetzt vorstellen können.
Man hört es nicht gern, und tut es gern als Öko-Hype-Übertreibungsgeschwätz ab, aber was wenn die Art Mensch wirklich vom Aussterben bedroht ist?
Egal wie es ist, sollten wir den Experten, die noch am Meisten von dem Wenigen was wir wissen verstehen glauben und schleunigst anfangen was zu ändern….
Nur was?
(Dies kann als Anregungen zum Ideen sammeln verstanden werden…)
März 1st, 2007
Nachhaltig wirtschaften, Nachhaltiges Konsumverhalten, nachhaltige Produkte, nachhaltig leben, nachhaltiges lernen,…….Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit. In der letzten Woche konnte ich den Begriff Nachhaltigkeit in 15 verschiedenen Artikeln und Büchern 50- Mal finden. Nachhaltigkeit hätte das Potential „Wort des Jahres“ zu werden. Doch was genau ist eigentlich Nachhaltigkeit und was bedeutet es für die heutige Generation der Jugend?
Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus dem Bereich der Forstwirtschaft. Man schlug nur so viel Holz wie natürlich im gleichen Zeitraum nachwachsen konnte. Somit erhielt man der künftigen Generation die Lebensgrundlagen wie man sie selbst vorgefunden hat. Über Millionen von Jahren wurde dieses Prinzip eingehalten, wohl auch deswegen, weil der Mensch bis vor kurzem gar nicht die Möglichkeiten zum Kahlschlag besaß.
Jedoch lässt sich das Prinzip Nachhaltigkeit auch auf viele andere Bereiche des Lebens übertragen. In der Landwirtschaft gilt es den Boden so zu bewirtschaften, dass er den nachfolgenden Generationen erhalten bleibt, mit all seinem Potential und seiner Reinheit. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit ist demnach: Erhalt der natürlichen Ressourcen für zukünftige Generationen. Oder: Nehme nur so viel, wie auf natürlicher Basis wiederkehrt. Angesichts einer Vielzahl von nicht nachwachsenden Rohstoffen wird deutlich, dass es unmöglich ist den Grundsatz der Nachhaltigkeit 100 %ig zu verwirklichen. Deshalb gilt es auf diesem Gebiet einer sehr gewissenhaften Nutzung des Vorhandenen. In den letzten zwei Jahrhunderten kam es aber zu einer ganz anderen Entwicklung. Industrielle und technische Revolution machten den Abbau von Rohstoffen im großen Stil möglicht. Die Bevölkerungsexplosion und Globalisierung taten ihren Teil dazu, dass innerhalb von 200 Jahren große Teile an nicht nachwachsenden Rohstoffen weltweit abgebaut wurden. Warum aber wurde der Grundsatz der Nachhaltigkeit nicht mehr befolgt?
Einerseits durch die bereits beschriebenen äußeren Einflüsse, andererseits entwickelte sich eine neue Denkweise in den Köpfen der Menschen und die Gesellschaft veränderte sich. Profitgier, das Streben nach maximalem wirtschaftlichem Erfolg, koste es was es wolle, wurde zur Maxime der westlichen Gesellschaft. Dies wirkte sich in Engstirnigkeit und Kurzsichtigkeit aus. Die Generationen unserer Eltern und Großeltern veränderte die Welt für immer. Die Erde wurde ausgebeutet, zerstört und verändert. Manche haben darüber nachgedacht, welche Auswirkungen dies auf unserer Generation und die unserer Kinder haben könnte, aufhalten konnte diesen Prozess jedoch keiner. Hat man einmal etwas kaputt gemacht oder beschädigt, schleicht sich irgendwann doch einmal schlechtes Gewissen ein. Zuerst versucht man den Schaden herunterzuspielen, wenn das wahre Ausmaß jedoch zu deutlich erkennbar ist, beginnen Unschuldsbeteuerungen und gegenseitige Schuldzuweisungen. Diesen Zeitpunk haben wir Gott sei Dank schon überwunden. Manch Schuldiger ist sich seiner Schuld bewusst geworden und einige unternehmen derzeit erste Gutmachungsversuche. So wird die Reduzierung der Treibhausgase vorangetrieben und viele brüsten sich damit, nachhaltig zu wirtschaften oderzu handeln. Wie gesagt: 2006/2007, das Jahr der Nachhaltigkeit. Problem ist, dass der Geschädigte niemals konsultiert wird, wenn es um die Wiedergutmachungsarbeit geht oder um die Neugestaltung seiner Zukunft. Dies mag zum Teil daran liegen, dass man Ungeborene nicht nach ihren Vorstellungen ihrer Zukunft interviewen kann. Aber wie sieht es mit der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen aus? Vor allem bei Fragen der Umweltpolitik und der Energiepolitik werden die Jugendlichen weder um ihre Meinung gebeten, oder gar in den Entscheidungsprozess mit einbezogen. Wäre es den Schuldigen und Entscheidungsträgern wichtig, ehrliche Gutmachung zu betreiben, so würden sie die Geschädigten zuerst nach deren Vorstellungen, wie eine solche Gutmachung aussehen könnte, befragen. Da dies nicht der Fall ist, muss sich die Jugend der Welt vereinigen und gemeinsam ihre Anliegen und Vorstellungen den Entscheidungsträgern vorstellen. Und um nicht die gleichen Fehler wie unsere Eltern zu machen, müssen wir uns schon jetzt Gedanken machen, wie wir diese vermeiden können. Wir müssen nachhaltig lernen, wie wir nachhaltig leben können.
Gregor Hintler
Januar 14th, 2007