Ja wir zahlen Entwicklungshilfe. Jährlich fließen ca.79 Mrd. US-$ von Nord nach Süd. Deutschland ist an diesem Betrag mit 7,5 Mrd. US-$ beteiligt. Was man aber all zu leicht vergisst, ist, dass diesem Geldstrom nach Süden auch ein Geldstrom in den Norden gegenübersteht. Allein die Zinszahlungen, die die Entwicklungsländer für „großzügige“ Kredite aufbringen müssen, belaufen sich auf 180 Mrd. US-$. Faktisch fließt also Jahr für Jahr mehr als doppelt soviel Geld von Süd nach Nord, als in die andere Richtung. Mit anderen Worten wird der Süden regelrecht ausgeplündert.
Diese Ausbeutung findet aber nicht nur auf dem Finanzmarkt statt. Nicht nur Offshore-Banken und Global Player profitieren von der momentanen Situation. Selbst die EU (also wir) fördern die vorherrschende Entwicklung.

Beispielsweise gibt die EU jährlich mehr als 200 Mio € dafür aus, dass die europäischen Fangboote in fremden Hoheitsgewässern, z.B. vor Mauretanien, der Elfenbeinküste und Guinea, ihrer Arbeit nachgehen können. Für die fischverarbeitende Industrie der EU sind die bestehenden Verträge eine Art Lebensversicherung, da es um die Fischbestände in der Nordsee und im Mittelmeer schlecht bestellt ist. Mittlerweile werden 40 Prozent der EU-Fangmenge aus nicht europäischen Gewässern bezogen, dass sind ungefähr 2,5 Millionen Tonnen Fisch! (more…)
mister wong Mai 4th, 2007
Ulf
Die Energiewende sieht eine Entwicklung von angebots- zu bedarfsorientierter Energiepolitik, von zentralistischer zu dezentraler Energieversorgung, von fossilen und nuklearen zu regenerativen Energiequellen, von Energieverschwendung zu Energiesparmaßnahmen.
Dieses Konzept könnte jedoch nach Expertenmeinung am geplanten Atomausstieg scheitern.
Das Atomgesetz in seiner aktuellen Fassung sieht das Abschalten aller Atomkraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2020 vor. Es sind jedoch noch nicht die technischen Möglichkeiten vorhanden, um den Wegfall des aus Kernenergie erzeugten Stroms durch regenerative Energien abzudecken und auch bis CO2 freie Kohlekraftwerke im großen Stil verfügbar sind, werden noch Jahre vergehen (ganz abgesehen von den Problemen die durch die Lagerung des CO2 im Untergrund entstehen werden). Folglich muss die Energie aus anderen Quellen gewonnen werden – zum Beispiel aus neu gebauten Kohlekraftwerken. Somit würde nicht nur der CO2-Ausstoß vergrößert, sondern auch Geld verbaut, das damit nicht mehr in die Forschung für regenerative Energien investiert werden kann. Nach Angaben der Deutschen Physikalischen Gesellschaft würde durch den Atomausstieg bis 2020 der CO2 Ausstoß pro Jahr um 112 Mio. Tonnen ansteigen. Damit würde das Abschalten laut Plan alle bisherigen Anstrengungen zur CO2-Verminderung sinnlos erscheinen lassen. (more…)
mister wong Mai 3rd, 2007
Anna
Im Jahr 1722 entdeckte der holländische Seefahrer Jacob Roggeveen im Südpazifik eine wundersame Insel. An den Ufern standen riesige Statuen, von denen sich niemand erklären konnte, wie sie dort hingekommen waren, denn es gab keine nennenswerte Vegetation auf der Insel und die wenigen noch verbliebene Einheimische lebten unter erbärmlichen Bedingungen.
Die Statuen gaben lange Rätsel auf, doch heute ist ihr Geheimnis gelüftet: Die Osterinsel war ca. 1000 Jahre vor Ankunft der Holländer besiedelt worden. Zu dieser Zeit war die Insel noch mit üppigem Wald bedeckt. Der Wald war die Lebensgrundlage der Menschen, mit Holz bauten die Menschen ihre Häuser, Boote und mit Hilfe von Seilen und Baumstämmen konnten die gigantischen Steinfiguren transportiert und aufgerichtet werden. Im Laufe der Zeit brach ein Wettstreit unter den verschiedenen Stämmen aus, wer die größte Kultstatue errichten konnte. Der Wald wurde immer mehr abgeholzt und so entzogen sich die Menschen ihre Lebensgrundlage, ohne sich über die verheerenden Folgen Gedanken zu machen. Durch den fehlenden Wald wurde der Boden ausgelaugt, Tiere verschwanden; letztlich brach die Zivilisation der Osterinsel zusammen und endete in Hungersnöten und Kannibalismus. (more…)
mister wong April 24th, 2007
Ulf
Jugendliche fordern klarere Aussagen von Erwachsenen und Medien
In Hamburg wurden heute die Ergebnisse der Studie “Jugend 2007 - zwischen Versorgungsparadies und Zukunftsängsten” vorgestellt. Die vom Axel Springer Mediahouse München in Auftrag gegebene Untersuchung wurde vom Bestseller-Autor Stephan Grünewald, Geschäftsführer des Rheingold Instituts, durchgeführt.
Demnach sind Jugendliche in Deutschland verunsichert. In einer von Konsum und Künstlichkeit geprägten Welt befinden sie sich auf der Suche nach Orientierung und positiven Werten. Dabei wünschen sie sich mehr Aufklärung und Unterstützung von Erwachsenen und Medien.
Das tolerante Versorgungsparadies Deutschland biete jungen Erwachsenen wenig Orientierung und Vorbilder und viele Jugendliche wüssten nicht mehr, wofür sie eintreten oder wogegen sie rebellieren sollten. Daher sei ein schnelles Umdenken in der Kommunikation mit Jugendlichen nötig. Teenager müssten durch konkrete Aufträge und Perspektiven das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden. Erwachsene und Medien hingegen sollten ungeschönter informieren und klarere Positionen beziehen, um Jugendlichen die Chance zum Dialog zu geben. Jugendliche müssten herausgefordert werden. Zudem gehe es darum ihnen zu vermitteln, dass Entwicklungen und Fortschritte nicht glatt verlaufen, sondern nur über Widerstände, Rückschläge und Niederlagen möglich seien.
Moritz von Laffert, Geschäftsführer Axel Springer Mediahouse München: “Die Studie zeigt, dass sich Jugendliche mehr Klartext wünschen und dass es ihnen sehr wichtig ist, ernst genommen zu werden. Das ist eine Botschaft, die wir in unseren Titeln künftig noch stärker als bisher umsetzen werden.”
Vorgestellt wird die noch in drei weiteren Städten: am 17. April in Düsseldorf, am 23. April in Frankfurt und am 24. April in München.
mister wong April 17th, 2007
Sascha
Wer hat das Bild nicht vor Augen: Beamtinnen der Deutschen Telekom (damals noch ein Staatskonzern) sitzen an ausladenden Steckpulten und verbinden Anrufer und Angerufenen. Das war in den 1950er und 1960er Jahren.
Wenn man heute von ca. 50.000 Telekom-Mitarbeitern hört, die im Zuge des Konzernumbaus entlassen oder ausgelagert werden sollen, könnte man meinen, diese Fräulein von Amt würden erst heute entlassen.
Dabei ist eines klar: die Deutsche Telekom (längst ein privates Unternehmen) schleppt heute tatsächlich noch einen Mitarbeiterüberhang mit sich herum, der aufgrund des technischen Fortschritts überflüssig geworden ist und nun abgebaut werden muss um den Konzern konkurrenzfähig zu halten/machen.
>Dieser Prozess der Rationalisierung durch technischen Fortschritt hat man bereits in der Industrie (z.B. Maschinen- und Automobilproduktion), in der Landwirtschaft (z.B. Harvesting) und im Dienstleistungsbereich (z.B. Logistik) erlebt und sich auf diesen Strukturwandel eingestellt. Er widerspricht daher auch nicht einer global ausgelegte ökosozialen Marktwirtschaft.
Allerdings ist ein Teil des am Beispiel der deutschen Telekom skizzierten Beschäftigungsabbaus und der ebenso stattfindenden Lohnkürzungen auch auf ein anderes globales Phänomen zurückzuführen, das sehr wohl dem Leitbild einer nachhaltigen ökosozialen Marktwirtschaft unvereinbar gegenübersteht. Die Rede ist von Konzernbildung und globaler Monopolisierung durch Unterwanderung geltender und Verhinderung neu zu schaffender Umwelt- (im Telekommunikationsbereich eher weniger) und v.a. Sozialstandards.
Hierzu ein aktuelles Beispiel: Die Telecom Italia steht momentan vor der Übernahme durch einen anderen Telekommunikationskonzern. Neben europäischen Konzernen zeigt auch ein indischer großes Interesse und hat ebenso große Chancen das Rennen zu machen. (more…)
mister wong April 4th, 2007
Matthias


Am 28. März 2007 war es soweit: Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Plant-for-the-Planet-Initiative offiziell eröffnet. Gastgeber war die Munich International School (MIS). Gastredner aus aller Welt machten sich gemeinsam mit zahlreichen Helfern und den Initiatoren für Aufforstungsaktionen stark. Im Anschluss wurde das Wort in die Tat umgesetzt und gemeinsam der erste symbolische Baum am Eingang der MIS gepflanzt. Mögen viele weitere Schulen folgen! (more…)
mister wong März 28th, 2007
Sascha
Was man aus der Volksrepublik China hört ist aus Sicht eines Mitteleuropäers meist nichts Gutes - Ein Staat der Wachstumsraten erzielt, von denen die Industriestaaten nur träumen können. 10,7 % Wirtschaftswachstum fallen aber leider nicht vom Himmel, sondern müssen teuer “erkauft” werden. Umweltauflagen für Firmen gibt es nicht, konsequenter Weise hat China aus Angst um seine Wirtschaft nicht das Kyoto-Protokoll unterzeichnet. Ein staatliches Gesundheitswesen ist ebenso wenig zu erkennen, wie eine effektive Bekämpfung der Korruption. Das schlimmste an diesen Fakten ist aber, dass nur eine schmale Oberschicht von diesen inaktzetablen Zuständen profitiert, während der Großteil der Bevölkerung (~800 Mio Menschen), insbesondere die Landbevölkerung, nichts von dem großen Kuchen abbekommt, den es zu verteilen gilt. Im Gegenteil, Menschenrechte werden mit Füßen getreten, wenn beispielsweise für den Bau einer neuen Fabrik oder eines Staudammes (wir haben alle den Yangtsekiang-Staudamm vor Augen) die Landbevölkerung mit lächerlichen Entschädigungen umgesiedelt wird. In China ist die Kluft zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren extrem geworden.
In der Bevölkerung rumort es aber, denn langsam ist ein kritischer Punkt erreicht, ab dem sich Kleinbauern nicht mehr von Peking bevormunden, oder schikanieren lassen wollen. Deutlich wird dies beispielweise an den Unruhen in der Hunan Provinz, in der kürzlich 20000 Bürger auf die Straße gingen, um gegen die Erhöhung der Kosten für den Nahverkehr zu protestieren. Auch wenn es für uns wohlstandsverwöhnte Europäer lächerlich erscheint, aber für Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen von umgerechnet 460$ ist eine Fahrpreiserhöhung um $1.41 eine Existenzbedrohung. (more…)
mister wong März 26th, 2007
Ulf
Am Donnerstag, den 28.03.2007 findet in der MIS in Starnberg die offizielle Auftaktveranstaltung für das Projekt “Plant for the Planet” statt. Hier soll es zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit und den Medien vorgestellt werden. Dazu sind Reden von sowohl den Schülern, die hinter dem Projekt stehen, als auch von Theodore Oben, dem Direktor für Schulen und Sport der UNEP (United Nations Environment Programme) geplant.
Bemerkenswerterweise haben sich bereits 13 Schulen bereiterklärt 777 Bäume zu pflanzen, obwohl der offizielle Start erst am Donnerstag ist. Dies ist ein Indiz für ein enormes Interesse am Projekt und das Engagement der Initiatoren.
Die frisch verpackten 7000 Infobriefe sollten spätestens Anfang nächster Woche die Schulen erreichen. Dann wird sich herausstellen, wie “Plant for the Planet” von den Schulen aufgenommen wird. Wenn nur die Hälfte der Schulen sich beteiligen würde und z.B. spezielle „Klimatage“ an den Schulen stattfinden würden, so hätte dies wohl einen enormen Multiplikatoreffekt.
Fest steht, dass wir Jugendliche das Heft in die Hand nehmen müssen.
Schließlich wollen wir und unsere Kinder auf einem Planeten mir intaktem Klima leben.
mister wong März 26th, 2007
Gregor


Schüler des Gymnasiums Tutzing und der MIS Starnberg verpacken und verschicken am 22. und 24. März 2007 350.000 Flyern an 7.000 Schulen in Deutschland. Jede Schule kann kostenlos und versandkostenfrei weitere Flyer bestellen. Sobald weitere Finanzmittel da sind, sollen in einem zweiten Schritt weitere Schulen angeschrieben werden. Eingeladen bei dieser Initiative mitzumachen sind ausdrücklich ALLE Schulen, ob sie angeschrieben wurden oder nicht.
Es gilt: bitte weitersagen!
mister wong März 25th, 2007
Sascha
Connecting Youth ist ein Partner und freundschaftlicher Unterstützer des Projektes “Plant for the Planet” (daher auch die Logos/Verlinkungen, die seit neuesten auf unserer Page zu finden sind). Das Tolle dabei:
Jeder kann mitmachen!
Nicht nur weil es unsere Zukunft und unser Leben ist, um das es hier geht, sondern auch weil wir verantwortlich sind für unsere kranke, verseuchte Mutter Erde. Es wird höchste Zeit gemeinsam etwas zu ändern. Jeder Einsatz zählt! Denn letztlich entscheiden wenige Grad Klimaerwärmung mehr oder weniger, wie es um uns stehen wird… (more…)
mister wong März 22nd, 2007
Christian
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